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Die 7 Diversity-Dimensionen einfach erklärt

Auf einer hellblauen Bauchbinde steht: Die sieben Dimensionen von Diversity. Hintergrundbild: Buntstifte in verschiedenen Farben sind so angeordnet, dass die Spitzen einen Kreis bilden.

Zuletzt geändert am 20. Oktober 2021


Vielfalt wertschätzend kommunizieren heißt, dass du unterschiedliche Eigenschaften und Lebensweisen innerhalb deiner Zielgruppe berücksichtigst. Das können aber ziemlich viele sein! Hast du dich auch schon gefragt, wie du dieser ganzen Diversität bloß gerecht werden sollst? Glücklicherweise bist du da nicht die erste. Hier erfährst du, was die sieben Diversity-Dimensionen sind und wie du sie in deine Kommunikation durch Texte, Sprache und Bewegtbild einbeziehst.

Diversity in Dimensionen kategorisieren – geht das?

Seinen Ursprung hat das Diversity-Konzept in der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung ab den 1950er Jahren. Mit dem 1964 verabschiedeten Civil Rights Act kamen dort die ersten gesetzlichen Vorgaben. Und bald erkannten Unternehmen auch den wirtschaftlichen Vorteil, der ihnen durch das Berücksichtigen gesellschaftlicher Vielfalt entstand.

Soziolog*innen beschäftigen sich schon seit den 70er Jahren damit, wie sich Vielfalt am besten in ein System bringen lässt, mit dem man sie managen kann. Dabei haben sich im Kern diese sieben Diversity-Dimensionen etabliert:

Die Kerndimensionen wurden in den 1970er Jahren am National Training Laboratories Institute for Applied Behavioral Science in Bethel in den USA entwickelt und im Laufe der Zeit immer wieder angepasst und erweitert. Die Autorinnen Gardenswartz und Rowe haben 2003 zum Beispiel das Modell der „4 layers of Diversity“ entwickelt – auch als Diversity-Rad bekannt. Hier werden die inneren Diversity-Dimensionen erweitert um äußere Dimensionen wie Einkommen, soziale Herkunft, Berufserfahrung oder Familienstand sowie organisationale Dimensionen wie Arbeitsort, Abteilung, Dauer der Zugehörigkeit etc.

Heute existieren verschiedene Modelle und Darstellungen der Diversity-Dimensionen. Zunehmend hervorgehoben wird dabei auch das Konzept der Intersektionalität, also der Überschneidung verschiedener Dimensionen, aus der spezielle und individuelle Diskriminierungsformen bzw. Mehrfachmarginalisierungen entstehen können. Schau dir dazu gern meinen Artikel über Intersektionalität genauer an.

Natürlich lässt sich Vielfalt nicht in Schubladen stecken. Jedes Diversity-Modell ist stark vereinfacht. Wie das Konzept der Intersektionalität schon zeigt, lassen sich die einzelnen Diversity-Dimensionen in der Realität nie so stark voneinander abgrenzen wie in einem Kuchendiagramm. Und selbst die kleinteiligste Aufschlüsselung kann gesellschaftliche Vielfalt nicht in zu 100 % erfassen. Keines dieser Modelle ist vollständig. Das solltest du im Kopf behalten, wenn du mit den Diversity-Dimensionen arbeitest.

 

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1. Geschlecht

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein Thema, an dem du kaum vorbeikommen dürftest. Feminist*innen haben sie in den Fokus gerückt und bereits viele Erfolge erzielt in Sachen Gleichstellung der Frau. Zur Dimension Geschlecht zählen aber natürlich Menschen alle Geschlechter – Männer, Frauen, nichtbinäre und genderqueere Menschen, cis und trans Personen, inter, endo und ageschlechtliche Menschen usw. Spätestens seit der Einführung des Geschlechtseintrags „divers“ wird das binäre System aus zwei Geschlechtern auch im deutschen Mainstream hinterfragt und diskutiert. Um den Rahmen dieses Beitrags nicht zu sprechen, verlinke ich dir eine Liste verschiedener Geschlechtsidentitäten und empfehle einen Blick in das umfangreiche Queer-Lexikon, in dem viele Begriffe erklärt werden.

Meine Tipps für geschlechtergerechte Sprache

Das Geschlecht spiegelt sich in unserer Sprache besonders wider, denn Deutsch gehört zu den Sprachen, die grammatikalisch stark gegendert sind. Wörter wie Texter, Kunde oder Student sind nicht geschlechtsneutral, sondern männlich. Obwohl mindestens die Hälfte aller Menschen nicht männlich ist, verwenden viele Menschen die männliche Form generisch, also immer, egal welches tatsächliche Geschlecht gemeint ist. Studien zeigen aber, dass wir die grammatikalisch männliche Form bei Personenbezeichnungen auch als tatsächlich eher männlich wahrnehmen. Deshalb empfehle ich dir, auf eine geschlechtergerechte Sprache zu achten. Dabei helfen dir diese Tipps:

  • Lies meinen Blogartikel Richtig gendern und wähle die Art zu gendern, die am besten zu dir und deiner Zielgruppe passt.
  • Vermeide Worte oder Formulierungen, die Berufe oder Eigenschaften einem bestimmten Geschlecht zuschreiben. Wähle Krankenpfleger*in statt Krankenschwester, Flugbegleiter*in statt Stewardess, Reinigungskraft statt Putzfrau, Friseur*in statt Friseuse.
  • Verzichte auf Klischees und stereotype Darstellungen. Dazu gehören zum Beispiel die Assoziationen von Jungs mit Blau und Mädchen mit Rosa, Kochen mit Frauen oder Technik mit Männern.
  • Schreib deine Pronomen und gewünschte Anrede in deine E-Mail-Signatur und Social-Media-Bios, frage fremde Personen nach ihrem Pronomen, wenn du es nicht kennst, und signalisiere, dass du ein bestimmtes Aussehen nicht zwingend einem bestimmten Geschlecht zuordnest.

2. Sexuelle Orientierung

Zur Anzahl der Menschen, die nicht heterosexuell sind, gibt es verschiedene Studien mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Laut der europaweit durchgeführten Dalia-Studie von 2016 identifizieren sich 7,4 % der Deutschen und 5,9 % der Europäer*innen als LGBT-Personen.

LGBT bedeutet Lesbian, Gay, Bisexual, Trans. Das Akronym gibt es noch in verschiedenen anderen Varianten wie LGBT+, LGBTQ+ oder LGBTQIA+. Das Q steht für Queer oder Questioning, das I für Intergeschlechtlich und das A für Asexuell oder Agender. Das +, manchmal auch ein *, steht für alle Identitäten, die in der Abkürzung nicht aufgeführt werden. Das Akronym enthält sowohl Geschlechter als auch sexuelle bzw. romantische Orientierungen. Weil es auch in dieser Diversity-Dimension viele verschiedene Unterarten gibt, verlinke ich dir wieder eine Liste verschiedener sexueller Orientierungen.

Oft werden Menschen, die nicht heterosexuell sind oder transgeschlechtlich sind, zusammengefasst. Die beiden Eigenschaften stehen aber erstmal nicht in direktem Zusammenhang – deshalb gibt es einerseits die Dimension Geschlecht und andererseits die Dimension Sexuelle Orientierung. Eine transgeschlechtliche Frau kann hetero-, homo-, pan- oder asexuell sein. Und ein heterosexueller Mann kann trans- oder intergeschlechtlich sein.

Es gibt aber viele Klischees, die den Eindruck vermitteln, eine bestimmte sexuelle Orientierung gehe mit einer bestimmten geschlechtlichen Identität einher. Ich höre zum Beispiel oft den Satz: „Du bist viel zu feminin, um lesbisch zu sein.“ Dass ich eine Frau liebe, bedeutet aber nicht zwingend, dass ich mich mit stereotyp „männlichen“ Eigenschaften identifiziere.

Meine Tipps zum Berücksichtigen der sexuellen Orientierung

Dass sich ein Angebot gezielt an Menschen mit einer bestimmten sexuellen oder romantischen Orientierung richtet, kommt eher selten vor – außer in den entsprechenden Nischenmärkten. Wenn du selbst heterosexuell bist, gehst du aber oft automatisch von deiner Sexualität als „Norm“ aus. Das kannst du vermeiden, indem du diese 3 Tipps befolgst:

  • Vermeide Klischees, wie zum Beispiel, dass sensible oder feminin auftretende Männer schwul sind oder bisexuelle Menschen sich einfach nicht entscheiden können.
  • Wenn du über Beziehungen, Partnerschaft oder den Valentinstag schreibst, dann richte dich auch an nicht heterosexuelle Menschen und beziehe sie aktiv ein.
  • Lies deinen Text Korrektur und nimm dabei die Perspektive einer Person ein, die zum Beispiel lesbisch oder schwul ist.

3. Alter

Der demografische Wandel wird in Deutschland besonders stark zu spüren sein. Laut statistischem Bundesamt wird die Zahl der über 65-jährigen Menschen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten stark ansteigen. Das heißt, die Zielgruppe älterer Menschen wird immer größer. Umso wichtiger ist es, Altersdiskriminierung abzubauen und Senior*innen inklusiv anzusprechen.

Aber auch junge Menschen sind von stereotypen Annahmen bezüglich ihres Alters betroffen. Sie werden häufig nicht ernst genommen, ihre Erfahrungen und Erfolge werden heruntergespielt und ihnen wird abgesprochen, eine eigene Meinung zu haben. Das ist zum Beispiel gut an der Fridays-for-future-Bewegung zu erkennen. In Politik und Medien werden die Schüler*innen, die sich für das Klima einsetzen, so dargestellt, als wollten sie nur die Schule schwänzen und als hätten Erwachsene ihnen ihre Statements in den Mund gelegt.

Verschiedene Altersgruppen inklusiv ansprechen

Häufig ist das Alter eine Eigenschaft, die unsere Zielgruppe eingrenzt. Doch jede Altersgruppe hat mit ihren eigenen Vorurteilen zu kämpfen. Hier sind meine Tipps zur Diversity-Dimension Alter:

  • „Zu jung für…“, „Zu alt, um…“ – ergänze diese Sätze mit deinen eigenen Vorurteilen gegenüber der Altersgruppe, die du ansprechen möchtest. Und hinterfrage sie!
  • Vermeide Klischees wie den Opa, der nicht weiß, was das Internet ist (in Zukunft werden immer mehr Menschen alt, die das Internet sehr versiert nutzen) oder den jungen Menschen, der seine Wäsche noch zu Mutti bringt.
  • Nimm alte und junge Menschen ernst und finde heraus, wie sie wirklich ticken.

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4. Ethnische Herkunft & Nationalität

Migration ist ein immer wichtigeres Thema in Deutschland und weltweit. Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft oder Nationalität leben immer häufiger zusammen. Die ethnische Vielfalt mag in Deutschland nicht so groß sein wie beispielsweise in den USA. Dennoch solltest du berücksichtigen, dass deine Zielgruppe aus unterschiedlichen Herkunftsländern, Muttersprachen und Kulturen zusammengepuzzelt sein kann. Wenn du international tätig bist, ist dir wahrscheinlich schon bewusst, dass diese Diversity-Dimension für dich von besonderer Bedeutung ist. In Zeiten der Globalisierung reicht es nicht mehr, nur die eigene Nationalität zu berücksichtigen!

Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft & Nationalität richtig ansprechen

Bist du international tätig, setzt du dich ganz selbstverständlich mit verschiedenen Kulturen auseinander. Doch auch im deutschsprachigen Raum treffen verschiedene Nationalitäten und Ethnien aufeinander. Diese Diversität solltest du auch bei der Erstellung deines Contents beachten:

  • Denke andere Kulturen und Nationalitäten als deine eigene beim Schreiben immer mit. Frage dich insbesondere bei Inhalten aus speziell deutscher Perspektive, ob sie allgemeingültig sind oder du sie erklären solltest.
  • Drücke dich einfach und klar aus, sodass dich auch Menschen verstehen, die Deutsch nicht als Muttersprache sprechen oder gerade erst lernen.
  • Beachte die kulturelle Vielfalt auch bei der Wahl deiner Bilder. Sehen die darauf abgebildeten Menschen alle gleich aus oder haben sie zum Beispiel verschiedene Hauttöne oder Kleidungsstile?
  • Beschäftige dich mit Rassismus und setze dich mit deinen eigenen rassistischen Vorannahmen oder Verhaltensweisen auseinander.

5. Religion & Weltanschauung

Die Religion oder Weltanschauung einer Person hängt oftmals mit deren Herkunft und Kultur zusammen – aber nicht immer. Zu den allgemein bekannten, monotheistischen Weltreligionen gehören das Christentum, das Judentum und der Islam. Sie haben alle ähnliche Wurzeln und viele Personen kommen in den Heiligen Schriften aller drei Religionen vor! Das heißt, es gibt einige Gemeinsamkeiten, auf die du dich fokussieren kannst. Zudem gibt es polytheistische Religionen wie den Buddhismus oder den Hinduismus sowie zahlreiche weniger bekannte.

Über die Hälfte der Deutschen gehören einer der großen christlichen Kirchen an. Ein weiterer großer Teil ist konfessionslos. Nur christliche Feiertage sind auch gesetzliche Feiertage. Dennoch sind rund 107.000 Menschen in Deutschland Mitglied einer jüdischen Gemeinde und der Anteil der muslimischen Menschen liegt bei etwa 5 %.

Meine Tipps für die Diversity-Dimension Religion & Weltanschauung

Unterschiedliche Religionen und Weltanschauungen sind in fast jeder Zielgruppe vertreten. In Deutschland sind zum Beispiel ausschließlich christliche Feste auch gesetzliche Feiertage. Jüdische, muslimische, buddhistische und andere Festtage rücken da schnell aus dem Bewusstsein, wenn du selbst christlich oder atheistisch geprägt bist. Das kannst du dagegen tun:

  • Informiere dich über verschiedene Religionen und Weltanschauungen, die in deiner Zielgruppe vertreten sein könnten. Du musst nicht alles wissen, aber wenn du die grundlegenden Werte kennst, kannst du offener auf Menschen mit der entsprechenden Haltung zugehen.
  • Vermeide Klischees und Stereotype, wenn du über Religionen und Weltanschauungen sprichst, die nicht deine eigenen sind. Achte besonders darauf, dich nicht versehentlich abwertend zu äußern.
  • Wenn christliche Feiertage wie Weihnachten oder Ostern anstehen und du darüber schreiben möchtest, beachte, dass nicht jede*r diese Feste feiert. Wünschst du deinen Follower*innen gerne viel Spaß bei den Feierlichkeiten, tue dies aber auch an jüdischen, muslimischen oder buddhistischen Feiertagen.

6. Behinderung

Rund 9,4 % der deutschen Bevölkerung sind schwerbehindert. Behinderungen können körperlich, geistig oder psychisch sein. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz sollen Menschen mit einer Behinderung dieselben Chancen haben wie nichtbehinderte Menschen. Sie haben ein Recht auf Teilhabe. Deshalb ist es wichtig, deine Inhalte z. B. auch blinden oder gehörlosen Menschen und Personen mit einer Lernbehinderung zugänglich zu machen.

Meine Tipps für barrierearme Texte

Barrierefreiheit beginnt natürlich schon bei der Erstellung der Website oder Software. Aber im redaktionellen Alltag kannst du deine (Online-)Texte schon mit einfachen Mitteln barrierefreier gestalten:

  • Verwende eine ausreichend große Schrift mit hohem Kontrast zum Hintergrund.
  • Gib deinem Text eine normale HTML-Struktur. Die Hauptüberschrift ist eine H1, Zwischenüberschriften sind H2 und können weiter unterteilt werden durch H3- oder H4-Überschriften. Überspringe nicht einfach eine Überschriftenebene, nur weil es vielleicht netter aussieht. Und verwende keine lediglich fettgedruckten Zeilen als Überschriften. Menschen, die deine Inhalte zum Beispiel mit einem Screenreader konsumieren, können dann einen Text mithilfe der Überschriften scannen und überfliegen – so wie das Sehende mit ihren Augen machen.
  • Verwende Alternativtexte für deine Bilder und Grafiken. So können Menschen mit Sehbehinderung diese erfassen. Außerdem sind Alternativtexte für die Suchmaschinenoptimierung wichtig – Google kann nämlich auch nicht „sehen“, sondern nur Texte erfassen.
  • Schreibe einfach und verständlich. Vermeide Fremdwörter und Fachbegriffe oder erkläre sie. Du kannst zum Beispiel ein Glossar verwenden.

7. Soziale Herkunft

Als siebte Diversity-Dimension wird immer häufiger die Soziale Herkunft genannt. Sie bestimmt entscheidend mit, welche Chancen wir auf (akademische) Bildung, Arbeit und Aufstiegschancen, Wohlstand und weitere Ressourcen haben, die Menschen gesellschaftliche Macht und die Möglichkeit der Selbstbestimmung verleihen. Von 100 Kindern aus Akademiker*innenfamilien studieren 74, während es von 100 Kindern aus Arbeiter*innenfamilien nur 21 sind, wie aus dem Hochschulbildungsreport 2019 hervorgeht. Das ist nur ein Beispiel für die sozialen Unterschiede, die sich auch in Umfeld, Kultur und Ähnlichem widerspiegeln.

Meine Tipps für die Berücksichtigung sozialer Herkunft

Die soziale Herkunft ist oft ein spezifisches Zielgruppenmerkmal. Doch deine Vorannahmen bezüglich der sozialen Herkunft deiner Zielgruppe stimmen nicht zwingend mit der Realität überein. Hier sind einige Tipps, wie du deine Kommunikation offener und sensibler gestalten kannst:

  • Gehe nicht davon aus, dass jede*r weiß, wovon du sprichst, und alle Fachwörter deiner Branche kennt. Drücke dich so einfach und verständlich wie möglich aus.
  • Beziehe die unterschiedlichen Erfahrungen und Lebensrealitäten von Menschen verschiedener sozialer Herkunft aktiv in deine Kommunikation mit ein.
  • Biete verschiedene Preiskategorien oder Ratenzahlungsoptionen an.
  • Informiere dich über Diskriminierung und Vorurteile gegenüber Personen aufgrund ihrer sozialen Herkunft.

Auf einer hellblauen Bauchbinde steht: Die sieben Dimensionen von Diversity. Hintergrundbild: Buntstifte in verschiedenen Farben sind so angeordnet, dass die Spitzen einen Kreis bilden.

Weitere Diversity-Dimensionen im Blick behalten

Die Diversity-Dimensionen im Inneren des Kreises sind lediglich die, die in direktem Zusammenhang mit der jeweiligen Person stehen. Doch äußere und organisationale Dimensionen sind ebenso wichtig zu berücksichtigen wie die inneren. Hier sind einige Beispiele für Diversity-Dimensionen, die ebenfalls wichtig für deine Kommunikation sein könnten:

  • Arbeitsplatz
  • Auftreten
  • Beruf
  • Bildungsstand
  • Einkommen
  • Elternhaus
  • Familienstand
  • Hobbys
  • Lebensstil
  • Mental Health
  • Migrationserfahrung
  • Mitgliedschaften in Vereinen o. Ä.
  • privates Umfeld
  • Wohnort
  • usw.

Warum du alle Diversity-Dimensionen berücksichtigen solltest

Die sieben Diversity-Dimensionen überschneiden sich in der Praxis natürlich häufig. Das hast du beim Lesen vielleicht schon gemerkt. Zum Beispiel treten Behinderungen oft erst im Alter auf. Auch beim Geschlecht und der sexuellen Orientierung gibt es Überschneidungen, auch wenn man beides nicht gleichsetzen darf. Zu deiner Zielgruppe könnte eine schwarze lesbische Frau gehören oder ein schwuler Mann mit Behinderung oder auch eine muslimische bisexuelle Frau, die aus den USA eingewandert ist.

Die Diversity-Dimensionen bieten ein System, mit dem Vielfalt kategorisiert und angewendet werden kann. Aber du solltest sie nie einzeln und voneinander losgelöst betrachten. Diversity ist ein Konzept, das seine volle Wirkung erst entfaltet, wenn du es ganzheitlich angehst. Aber natürlich kannst du zunächst mit einer Dimension anfangen und dich langsam vorarbeiten. Manchmal können einzelne Dimensionen besonders interessant für dich sein, etwa weil sie deine Zielgruppe direkt betreffen oder ihr in Bezug auf die übrigen Dimensionen schon gut aufgestellt seid.

Wenn du bei der Umsetzung Vielfalt wertschätzender Kommunikation Hilfe benötigst, komm gern in meine Diversity-Sprechstunde und ich berate dich zu deinem individuellen Problem oder deinen Fragen.

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