Fehler-Dokumentation

Diversity ist ein weites Feld – für eine einzelne Person ist es nicht möglich, in allen Bereichen gleich gut sensibilisiert und informiert zu sein. Deshalb bin ich immer wieder dankbar, wenn ich auf Fehler oder unsensible Formulierungen aufmerksam gemacht werde. Schreib mir jederzeit gern eine Mail an post@lucia-clara-rocktaeschel.de, wenn dir etwas auffällt! Ich freue mich, mit dir ins Gespräch zu kommen und von dir zu lernen!

Hier dokumentiere ich meine Fehler und versuche, weiterführende Informationen zu den jeweiligen Themen einzubinden. Ergänze mich da gern! Ich möchte dich dazu ermutigen, Fehler nicht als Ende der Welt, sondern als Chance zu betrachten. In diesem Kontext finde ich Fehlerfreundlichkeit sehr wichtig. Schau dir meine Fehler an, lerne aus ihnen und dann brauchst du sie selbst nicht mehr zu machen.

Triggerwarnung: Hier werden einige unsensible Formulierungen reproduziert, um zu zeigen, dass diese nicht verwendet werden sollten. Themen sind aus den Zwischenüberschriften ersichtlich.

Inter, trans und nichtbinäre Menschen

Leider habe ich in verschiedenen Blogartikeln sowie in einer Podcastfolge unsensible, diskriminierende Formulierungen benutzt. Meine Texte habe ich mit der freundlichen Hilfe von karlabyrinth korrigiert. Folge karlabyrinth auf Twitter, um mehr Hinweise zur wertschätzenden Kommunikation mit und über nichtbinäre Menschen zu lesen.

Problematische Formulierungen, die ich benutzt habe, sind:

  • sich männlich/weiblich/nichtbinär fühlen: Ein Geschlecht ist nicht nur ein Gefühl. Im Kontext mit trans und nichtbinären Menschen von „Fühlen“ zu sprechen, ist ungefähr so, wie wenn du über eine Person sagen würdest: „Sie hatte das Gefühl, geschlagen worden zu sein“
  • sich mit einem Geschlecht identifizieren: In manchen Kontexten ist diese Formulierung okay, allerdings nicht, wenn sie für nichtbinäre/transgeschlechtliche Menschen verwendet wird, aber für cis-weibliche und -männliche Personen nicht. Das stellt nichtbinäre/transgeschlechtliche Menschen als „anders“ dar (Othering).
  • Personen, die sagen, sie sind nicht männlich oder weiblich: nichtbinäre Menschen sagen nicht einfach nur, dass sie nicht männlich oder weiblich sind, sie sind es. Die Formulierung war unsensibel gewählt.
  • das dritte Geschlecht „divers“: Die Geschlechtsoption „divers“ ist ein offizieller Geschlechtseintrag, kein tatsächliches Geschlecht. Es gibt nicht ein drittes Geschlecht, sondern viele Geschlechtsidentitäten – hier eine Liste: https://nibi.space/liste_nichtbinärer_identitäten

Um meine Haltung zu diesem Thema noch einmal ganz deutlich zu machen: trans Männer sind Männer. Trans Frauen sind Frauen. Nichtbinäre Menschen sind nichtbinär. Usw. Es tut mir leid, dass meine Sprache das in der Vergangenheit nicht widerspiegelte.

Tone-Policing

In meinem Artikel Anti-Shitstorm-Garantie empfehle ich, auf wiederholt unsachliche Kommentare und Hate nicht einzugehen. Dabei lege ich nicht fest, von was für Personen diese Kommentare kommen. Es gibt einige Überlegungen dazu, ob Betroffene von Diskriminierung sachlich kommunizieren müssen. Hier einige Quellen dazu:

Inzwischen habe ich selbst einen Artikel dazu geschrieben:

Sollte hier unbedingt noch etwas stehen? Kontaktiere mich per E-Mail und sag Bescheid!

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