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	<title>1x1 Archive - Lucia C. Rocktäschel</title>
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	<description>Vielfalt wertschätzen,  inklusiv kommunizieren — mehr erreichen!</description>
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	<title>1x1 Archive - Lucia C. Rocktäschel</title>
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	<item>
		<title>Kleines 1&#215;1 Vielfalt wertschätzender Sprache: Psychische Erkrankungen</title>
		<link>https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/psychische-erkrankungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[tina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 14:45:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[1x1]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity & Inclusion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Psychische Erkrankungen sind immer häufiger Thema von journalistischen Beiträgen, Büchern, Filmen, Serien oder Blogartikeln. Auch die Belastungen der Pandemie haben mehr Aufmerksamkeit darauf gelenkt. Dennoch ... </p>
<p class="read-more-container"><a title="Kleines 1&#215;1 Vielfalt wertschätzender Sprache: Psychische Erkrankungen" class="read-more button" href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/psychische-erkrankungen/#more-658" aria-label="Mehr Informationen über Kleines 1&#215;1 Vielfalt wertschätzender Sprache: Psychische Erkrankungen">zum Beitrag</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/psychische-erkrankungen/">Kleines 1&#215;1 Vielfalt wertschätzender Sprache: Psychische Erkrankungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Psychische Erkrankungen sind immer häufiger Thema von journalistischen Beiträgen, Büchern, Filmen, Serien oder Blogartikeln. Auch die Belastungen der Pandemie haben mehr Aufmerksamkeit darauf gelenkt. Dennoch kursieren weiterhin <strong>zahlreiche Stereotype und Klischees zu Menschen mit psychischen Erkrankungen</strong> – sie werden strukturell sowie individuell stigmatisiert und diskriminiert. Mental Health kann nicht nur als eigene Diversity-Dimension betrachtet werden, sondern spielt auch im Kontext mit anderen Diskriminierungsformen eine Rolle. Es gibt Studien dazu, dass marginalisierte Menschen mit höherem Risiko psychisch erkranken als ihnen gegenüber privilegierte Personen – beispielsweise zu <a href="https://www.psychotherapie-wissenschaft.info/index.php/psywis/article/view/257/508">LGBTIQ+-Personen</a> oder <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7490571/">Menschen, die Rassismus erleben</a>.</p>
<p>Vielfalt wertschätzende Sprache kann eine Möglichkeit sein, Stereotype und Stigmatisierung abzubauen. In diesem Artikel erfährst du, <strong>wie du richtig mit und über Menschen mit psychischen Erkrankungen sprichst</strong> und welche Formulierungen du besser aus deinem Wortschatz streichst. Am Ende (und zwischendurch) verlinke ich dir wie immer einige weiterführende Quellen.</p>
<h2>Die Basics: Psychisch krank, gestört, behindert, belastet …?</h2>
<p>„Ja, also, diese Person, … ähm, … hat, ist, äh… psychisch und so…“ – Viele Menschen wissen nicht, welche Worte sie verwenden können, wenn sie über eine Person mit psychischer Erkrankung, Belastung oder Behinderung sprechen wollen. Oft geschieht das aus der Angst heraus, etwas falsch zu machen und versehentlich etwas Respektloses zu sagen. Das Herumstammeln ist dir aber sicherlich auch unangenehm, stimmt’s? Hier erst einmal die begrifflichen Basics:</p>
<ul>
<li><strong>Psychische Erkrankungen bzw. Störungen</strong> können vorübergehend oder chronisch sein. Die Diagnosen werden anhand der ICD-10, also der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestellt.</li>
<li><strong>Seelische Behinderungen </strong>gehen mit langfristigen (also länger als sechs Monaten andauernden) Beeinträchtigungen der gesellschaftlichen Teilhabe aufgrund einer psychischen Erkrankung einher. Dass auch psychische Erkrankungen als Behinderung gelten können, ist im Sozialgesetzbuch IX geregelt. Betroffene können auch einen Schwerbehindertenausweis beantragen, wenn sie einen Grad der Behinderung von mindestens 50 haben.</li>
<li>Manche Menschen sehen sich selbst nicht als „krank“, sondern verwenden <strong>Selbstbezeichnungen</strong>, die es zu respektieren gilt. Sie sehen ihr So-sein beispielsweise als Teil ihres Lebens oder ihrer Persönlichkeit an. Das können zum Beispiel Menschen mit (frühen) Traumaerfahrungen sein, die ihr Leben gar nicht anders kennen.</li>
</ul>
<h3>Person-first-Language vs. Identity-first-Language</h3>
<p>Viele Betroffene bevorzugen die Formulierung <strong>„Mensch mit psychischer Erkrankung“</strong> gegenüber „Psychisch Kranke“ oder „psychisch kranke Menschen“. Sie wird auch als Person-First-Language bezeichnet. Eine <a href="https://www.spektrum.de/news/wie-sollte-man-ueber-menschen-mit-psychischen-stoerungen-sprechen/1396841">Studie der Ohio State University</a> ergab sogar, dass die Bezeichnung „Menschen mit Behinderung“ (engl. „people with mental illness“) bei den Proband_innen ein positiveres und wertschätzenderes Bild psychisch erkrankter Menschen hervorrief als die Formulierung „psychisch Kranke“ (engl. „the mentally ill“).</p>
<p>Doch es gibt natürlich auch Menschen, die ihre psychische Erkrankung oder Verfassung als wichtigen Teil ihrer Identität begreifen und daher die „Identity-First-Language“ bevorzugen, also <strong>„psychisch erkrankter Mensch“</strong>. Solche Selbstbezeichnungen sind bei individuellen Personen immer zu respektieren und zu nutzen. Ein „Mensch“ oder „Person“ dazuzuschreiben, kann jedenfalls nicht schaden. So wird deutlich, dass die Betroffenen mehr als nur ihre psychische Erkrankung, Belastung oder Behinderung sind. Und das ist wichtig, denn – nein – wir sind überwiegend nicht 24/7 am Trübsal blasen.  </p>
<h2>Welche Formulierungen du vermeiden solltest</h2>
<p>Dass du offensichtlich beleidigende Aussagen über Menschen mit psychischen Erkrankungen, die ich hier nicht reproduzieren möchte, nicht nutzen solltest, ist dir sicherlich klar. Doch es gibt noch zahlreiche weitere Fettnäpfchen und unsensible Formulierungen, über die du stolpern kannst. Das <strong>passiert in der Regel nicht bewusst</strong>, sondern weil du dich mit dem Thema vielleicht noch nicht so gut auskennst. Aber das lässt sich ja ändern!</p>
<p>Die folgenden zu vermeidenden Formulierungen stammen zum Teil aus den unten verlinkten Quellen, zu einem weiteren Teil aus eigener Erfahrung und zu einem dritten Teil von meiner <a href="https://www.instagram.com/diversity_texterin/">Instagram-Community</a>.</p>
<p><strong>Inhaltshinweis:</strong> Ich werde hier einige unsensible, möglicherweise triggernde Beispiele verwenden – bitte achte auf dich beim Lesen und springe bei Bedarf direkt zur nächsten H2-Überschrift.</p>
<h3>Psychische Erkrankungen allgemein</h3>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="302"><strong>Vermeiden</strong></td>
<td width="302"><strong>Besser</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="302">✖ Er leidet an Depressionen.</td>
<td width="302">✔ Er hat Depressionen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">✖ Sie tickt ein bisschen anders als normale Menschen.</td>
<td width="302">✔ Sie hat eine psychische Erkrankung.</p>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">✖ Die traumatischen Erlebnisse haben xier gebrochen, xies Leben für immer zerstört.</td>
<td width="302">✔ Xier erlebt unterschiedlich belastende Traumafolgen, die xien möglicherweise ein Leben lang begleiten werden.</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">✖ Wann hast du gemerkt, dass mit dir etwas nicht stimmt?</td>
<td width="302">✔ Wann sind die ersten Symptome deiner psychischen Erkrankung aufgetreten?</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">✖ Wollen psychisch Kranke nicht bloß Aufmerksamkeit?</td>
<td width="302">✔ Psychische Erkrankungen sind ebenso ernst zu nehmen wie körperliche Erkrankungen und verlangen unsere Aufmerksamkeit.</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">✖ Menschen mit psychischen Erkrankungen sind nicht belastbar.</td>
<td width="302">✔ Menschen mit psychischen Erkrankungen sind unterschiedlich belastbar. Einige sind weniger belastbar als gesunde Menschen. Andere weisen gerade aufgrund ihrer Erfahrungen eine besonders hohe Belastbarkeit auf. Und wieder andere sind vollkommen durchschnittlich belastbar. Dabei kommt es sowohl auf die jeweilige Erkrankung als auch die aktuelle Situation an, in der sich die Person befindet.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Spezifischere Fälle</h3>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="302"><strong>Vermeiden</strong></td>
<td width="302"><strong>Besser</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="302">✖ Sexualisierte Gewalt kommt einem Seelenmord gleich.</td>
<td width="302">✔ Sexualisierte Gewalt geht meist mit schwerwiegenden seelischen Folgen einher.</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">✖ Narben an den Armen sind ein typischer Hinweis auf Boderliner_innen.</td>
<td width="302">✔ Selbstverletzendes Verhalten kann ein Symptom verschiedener psychischer Erkrankungen sein – auch bei der als „Borderline“ bekannten emotional instabilen Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs kann es auftreten.</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">✖ Diese Persönlichkeitsstörung kennen  manche nur aus Horrorfilmen.</td>
<td width="302">✔ Psychische Erkrankungen wie diese werden medial oft stereotyp und unzutreffend dargestellt.</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">✖ Sie haben also mehrere Persönlichkeiten – machen Sie doch mal ein paar Anteile vor!</td>
<td width="302">✔ Sie haben eine dissoziative Identitätsstörung. Können Sie unseren Leser_innen kurz erklären, was das bedeutet?</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>[Ende der Inhaltswarnung]</em></p>
<h2>Diskriminierungssensible Berichterstattung über psychische Erkrankungen</h2>
<p>Bei der journalistischen Berichterstattung über Menschen mit psychischen Erkrankungen ist besondere Achtsamkeit gefragt. Laut der Richtlinie 8.6 des Pressekodex <strong>sind psychische Erkrankungen Teil der Privatsphäre</strong>, die es zu schützen gilt. Daher ist in der Regel das Einverständnis der betroffenen Person erforderlich.</p>
<p>Zum Thema Suizid gibt es noch eine eigene Richtlinie (8.7), in der zu einer <strong>zurückhaltenden Berichterstattung über Selbsttötungen</strong> geraten wird. Insbesondere detaillierte Beschreibungen solltest du vermeiden, da diese zum Nachahmen verleiten können – vielleicht sagt dir der Begriff „Werther-Effekt“ etwas in diesem Zusammenhang. Diesen Hinweis kannst du auch bei anderen psychischen Erkrankungen bzw. Symptomen beachten wie Essstörungen, selbstverletzendem Verhalten, Suchtverhalten usw. Behandelst du diese Themen, kannst du auch mit <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/triggerwarnung/">Triggerwarnungen</a> arbeiten.</p>
<p>Besondere Vorsicht ist auch bei der Berichterstattung über Straftaten geboten. Ebenso wie ethnische Herkunft, Nationalität oder Religion sollten laut Pressekodex-Richtlinie 12.1 psychische Erkrankungen der Täter_innen <strong>nur dann benannt werden, wenn ein begründeter Sachbezug zur Tat besteht</strong>. Anderenfalls werden Stereotype und Stigmatisierung möglicherweise verstärkt. Auch dieser Punkt lässt sich auf weitere Anwendungsbereiche ausweiten. Hinterfrage kritisch, wie du über Menschen schreibst oder sprichst, die gleichzeitig noch einer anderen marginalisierten Gruppe angehören. Informiere dich gründlich und mach dir bewusst, welche Vorurteile du selbst gegenüber Menschen mit psychischer Erkrankung hast oder welchen Menschen du eine psychische Erkrankung zuschreibst.</p>
<p><strong>Menschen mit psychischen Erkrankungen sind vielfältig</strong>. Sie sind vor allem <strong>nicht</strong> automatisch gewalttätig, unzurechnungsfähig, arbeitsunfähig, arm, schwach, immer traurig, unzuverlässig oder ein Leben lang gebeutelt. Sie können genauso gut einfühlsam, selbstbestimmt, ehrgeizig, reich, mutig, stark, achtsam oder fröhlich sein. Darüber habe ich in einem anderen <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/seelische-gesundheit/">Artikel über seelische Gesundheit und Diversity</a> schon einmal geschrieben.</p>
<h3>Empfehlungen des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit</h3>
<p>In seinem <a href="https://www.seelischegesundheit.net/images/stories/kodizes/leitfaden-berichterstattung-absg-2014.pdf">Leitfaden zur Berichterstattung über Menschen mit psychischer Erkrankung</a> gibt das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit viele hilfreiche Hinweise für Journalist_innen, die auch in anderen Situationen nützlich sind. Auf den Vorschlägen aus dem Leitfaden basieren auch folgende Tipps:</p>
<ul>
<li><strong>Informiere dich</strong> eigenständig und umfassend über die Erkrankung deines Gegenübers. Es ist nicht allein verantwortlich oder in der Lage, dir diese Arbeit abzunehmen. Wenn du trotz allem etwas nicht verstanden hast: Frag nach, statt möglicherweise unsensible oder falsche Vermutungen anzustellen.</li>
<li><strong>Verwende die richtigen, aktuellen Begriffe</strong>, die idealerweise medizinisch korrekt sind UND von Betroffenen als wertschätzend empfunden werden.</li>
<li><strong>Reduziere deine Protagonist_innen nicht auf die psychische Erkrankung</strong>, sondern zeige sie als facettenreiche Menschen. Vermeide zum Beispiel Formulierungen wie „Trotz ihrer Depressionen genießt sie den monatlichen Spieleabend mit Freund_innen“.</li>
<li><strong>Nutze respektvolle Überschriften</strong> statt unsensible oder skandalisierende Clickbaits – vor allem, wenn die psychische Erkrankung gar nicht im Vordergrund des Beitrags steht.</li>
<li><strong>Stelle psychische Erkrankungen nicht als überraschend anders oder schockierend dar</strong>, sondern als das, was sie sind: ein häufiges Phänomen innerhalb unserer Gesellschaft.</li>
<li>Frage dich vor allem, wenn es nicht primär um die psychische Erkrankung geht, du aber von ihr weißt:<strong> Ist ihre Erwähnung relevant für meinen Beitrag?</strong></li>
<li><strong>Achte auf eine wertschätzende und zutreffende Bildsprache</strong>. Eine psychische Erkrankung siehst du der betroffenen Person nicht an. Und psychiatrische Einrichtungen sehen nicht mehr so aus wie vor 100 Jahren.</li>
</ul>
<p>Wenn du kannst, <strong>beziehe vielfältige Sichtweisen in deine Arbeit ein</strong>. Menschen mit psychischen Erkrankungen, Belastungen und Behinderungen ticken nicht alle gleich. Sie haben nicht alle dieselben Ziele. Es gibt nicht für alle den einheitlich richtigen Weg, mit ihrer Situation umzugehen. Manchen helfen Medikamente und Klinikaufenthalte, anderen ambulante Therapie und Beratung und wieder andere sehen gar keinen „Heilungsbedarf“. Manche beziehen Erwerbslosenrente, andere sind Führungskräfte. Einige sprechen offen über ihre Erfahrungen, andere schweigen. Manche Erkrankung schränkt vorübergehend ein, manch eine lebenslang.</p>
<h2>Auf psychische Erkrankungen bezogene Worte im allgemeinen Sprachgebrauch</h2>
<p>Zuletzt möchte ich noch kurz auf den allgemeinen Sprachgebrauch eingehen, in den sich einige Worte eingeschlichen haben, mit denen psychische Erkrankungen <strong>abgewertet oder ins Lächerliche gezogen</strong> werden.</p>
<p><strong>Inhaltshinweis:</strong> Auch hier werde ich wieder einige verletzende oder diskriminierende Beispiele nennen, die es zu vermeiden gilt.</p>
<p>Oft meinen wir mit diesen Begriffen nicht explizit Menschen, die tatsächlich eine psychische Erkrankung haben. Sie zu verwenden, ist häufig auch nicht böse gemeint. Wir sind uns bloß nicht der Hintergründe dieser Worte bewusst. Hier einige Beispiele:</p>
<ul>
<li>„Der ist doch geisteskrank!“</li>
<li>„Ich werd’ hier noch wahnsinnig!“</li>
<li>„Alter, bist du gestört, oder was?!“</li>
<li>„Ist ja verrückt!“</li>
<li>„Echt irre!“</li>
<li>„Das war voll psycho!“</li>
<li>„Jetzt werd’ mal nicht hysterisch…“</li>
<li>„Was ein Schizo!“</li>
</ul>
<p>Alle diese Begriffe sind teilweise veraltet und heben die Andersartigkeit oder das vermeintlich Schlechte an psychischen Erkrankungen hervor. Auch wenn im jeweiligen Kontext gar kein Bezug zu Menschen mit psychischen Erkrankungen hergestellt werden soll, <strong>verstärken solche Aussagen Stigmatisierung</strong>. Ähnlich verhält es sich ja auch mit Situationen, in denen Worte wie „behindert“ oder „schwul“ als Beleidigung verwendet werden.</p>
<p>Wichtig ist hier wieder der Hinweis, <strong>dass Betroffene dazu unterschiedliche Ansichten haben</strong>. Manche stören sich nicht an Ausdrücken wie „verrückt“, „irre“ oder „wahnsinnig“, wenn sie in anderen Kontexten verwendet werden und nicht, um Menschen mit psychischer Erkrankung zu beschreiben. Andere nehmen diese Formulierungen sehr ernst uns sehen ihre Verwendung äußerst kritisch. Und wieder andere <strong>besetzen diese Begriffe für sich neu und positiv</strong>! Sie sagen über sich selbst zum Beispiel: „Ich bin verrückt!“ Und das ist völlig in Ordnung. Jede Selbstbezeichnung gilt es zu respektieren. Außerdem kommt es immer auf den Kontext an. Wenn eine Freundin zu mir sagt: „Ja, du bist ja auch gestört!“, dann lachen wir gemeinsam drüber. Kommt eine fremde Person mit so etwas an – wäre es doch etwas irritierend.</p>
<p><em>[Inhaltswarnung Ende]</em></p>
<h2>Zum Weiterdenken…</h2>
<p><strong>Schreib jetzt gern in die Kommentare:</strong> Wie ging es dir mit diesem Artikel? Waren dir die Hinweise zur Vielfalt wertschätzenden Kommunikation mit und über Menschen mit psychischen Erkrankungen schon bewusst? Oder war auch etwas Neues dabei? Hast du noch Fragen? Oder möchtest du etwas ergänzen?</p>
<p>Hier noch einige Links zum Weiterlesen im Überblick:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.seelischegesundheit.net/images/stories/kodizes/leitfaden-berichterstattung-absg-2014.pdf">Leitfaden vom Aktionsbündnis Seelische Gesundheit</a></li>
<li><a href="https://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/artikel/74726/psychische_und_seelische_behinderung?dscc=ok">Artikel über psychische Behinderungen</a></li>
<li><a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/seelische-gesundheit/">Blogartikel mit Tipps zu Mental Health und Diversity im Arbeitskontext</a></li>
<li><a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/mental-health-und-diversity/">Blogartikel zu Mental Health aus (meiner) Diversity-Perspektive</a></li>
<li><a href="https://www.bptk.de/wp-content/uploads/2020/08/2020-08-17_BPtK-Hintergrund_Corona-Pandemie-und-psychische-Erkrankungen.pdf">Infos zur Pandemie und psychischen Erkrankungen von der Bundespsychotherapeutenkammer</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;<img decoding="async" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/af7c8344fb814f54bea2c21b70da52ef.gif" width="1" height="1" alt=""></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/psychische-erkrankungen/">Kleines 1&#215;1 Vielfalt wertschätzender Sprache: Psychische Erkrankungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das kleine 1&#215;1 Vielfalt wertschätzender Sprache: Hautfarben und ethnische Hintergründe</title>
		<link>https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/hautfarben-ethnische-herkunft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[tina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2020 08:43:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[1x1]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity & Inclusion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dev.lucia-clara-rocktaeschel.de/hautfarben-ethnische-herkunft/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Inhalt: Wen betrifft’s? Schwarz, weiß, PoC? Diese Begriffe gehen klar Do- und Don’t-Begriffe im Überblick Praxistipps für deine Kommunikation Wo du dich weiter informieren kannst ... </p>
<p class="read-more-container"><a title="Das kleine 1&#215;1 Vielfalt wertschätzender Sprache: Hautfarben und ethnische Hintergründe" class="read-more button" href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/hautfarben-ethnische-herkunft/#more-575" aria-label="Mehr Informationen über Das kleine 1&#215;1 Vielfalt wertschätzender Sprache: Hautfarben und ethnische Hintergründe">zum Beitrag</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/hautfarben-ethnische-herkunft/">Das kleine 1&#215;1 Vielfalt wertschätzender Sprache: Hautfarben und ethnische Hintergründe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/afff15ae32294af3809fb82947efc3be.gif" alt="" width="1" height="1" /><br />
<strong>Inhalt:</strong></p>
<ul>
<li><a href="#Wer_1">Wen betrifft’s?</a></li>
<li><a href="#Begriffe_1">Schwarz, weiß, PoC? Diese Begriffe gehen klar</a></li>
<li><a href="#Do-Dont_1">Do- und Don’t-Begriffe im Überblick</a></li>
<li><a href="#Tipps_1">Praxistipps für deine Kommunikation</a></li>
<li><a href="#Informieren_1">Wo du dich weiter informieren kannst</a></li>
</ul>
<p>Wenn du in den letzten Wochen nicht gerade auf Digital-Detox-Kur warst, dürftest du am Thema Rassismus kaum vorbeigekommen sein. Seit der Ermordung des Schwarzen US-Amerikaners George Floyd nimmt die Debatte auch hierzulande wieder Fahrt auf. Und sicherlich sind auch dir viele hilfreiche Ressourcen zum Thema in die Timeline gespült worden.</p>
<p>Doch egal, ob das Thema neu für dich ist oder du dich schon vor den ganzen schwarzen Quadraten auf Instagram damit beschäftigt hast: Bei all den verschiedenen Begrifflichkeiten, die wir nutzen können oder tunlichst vermeiden sollten, ist es <strong>schwer, den Überblick zu behalten</strong>. Wie rede ich denn nun mit und über Menschen mit verschiedenen Hautfarben und ethnischen Hintergründen? Schweigen und Ignorieren ist schließlich keine Option! Auch für Unternehmen ist diese Frage wichtig, um interne Rassismusprobleme zu benennen, aber auch <strong>Unterschiedlichkeiten wertzuschätzen</strong> und Chancengleichheit zu schaffen.</p>
<p>Dieser Artikel liefert dir eine Übersicht verschiedener Begriffe, die du für diskriminierungsfreie Texte verwenden kannst – inklusive Praxistipps zur Anwendung. Das ist aber erst der Anfang des kleinen 1&#215;1 Vielfalt wertschätzender Sprache. Lass mich gerne in den Kommentaren wissen, welchem Thema ich mich als nächstes widmen soll! Am Ende verlinke ich dir noch ein paar <strong>weiterführende Quellen</strong>, die sich tiefer mit dem Thema Rassismus beschäftigen.</p>
<p><strong><em>Inhaltswarnung:</em></strong><em> Damit alle wissen, wovon genau die Rede ist und was sie NICHT sagen oder schreiben sollten, werden in diesem Beitrag rassistische Begriffe benannt, die es zu vermeiden gilt.</em></p>
<h2><a name="#Wer_1"></a>Wen betrifft’s?</h2>
<p>Wie über wen gesprochen und geschrieben wird, hängt immer auch vom<strong> Kontext der jeweiligen Sprache und des jeweiligen Landes </strong>ab. Die US-amerikanischen Verhältnisse lassen sich natürlich nicht eins zu eins auf den deutschsprachigen Raum übertragen. Aufgrund der deutschen Geschichte, vor allem unserer nationalsozialistischen Vergangenheit, sind hier zum Beispiel <strong>manche Begriffe negativ konnotiert</strong>, die auf Englisch gängig sind. Deshalb lassen sich Wörter wie „Race“ oder „People of Color“ nicht einfach unproblematisch ins Deutsche übersetzen.</p>
<p>Aber nicht nur wie, sondern auch über wen wir sprechen, ist unterschiedlich. In Deutschland leben andere ethnische und nationale Minderheiten aus anderen historischen Gründen als in den USA. Nach Ethnie werden Bevölkerungsdaten hierzulande übrigens nicht kategorisiert – was auch wieder dem geschichtlichen Hintergrund geschuldet ist. <strong>Vier nationale Minderheiten</strong> allerdings sind in Deutschland offiziell anerkannt:</p>
<ul>
<li>die dänische Minderheit</li>
<li>das sorbische Volk</li>
<li>die friesische Volksgruppe</li>
<li>die Sinti und Roma (<a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/richtig-gendern/">gegendert</a>: Sinti*zze und Rom*nja)</li>
</ul>
<p>Hinzu kommen dann noch Migrant*innen bzw. nachfolgende Generationen sowie Geflüchtete. Menschen mit Migrationshintergrund machen in Deutschland <strong>rund ein Viertel der Bevölkerung</strong> aus. Als solche werden laut Statistischem Bundesamt Personen gezählt, die selbst oder von denen mindestens ein Elternteil eine Migrationserfahrung hat. Die Nachfolgegenerationen bezeichnen sich auch als postmigrantisch.</p>
<p>Natürlich zählt die Statistik <strong>Zugewanderte aus allen Ländern</strong>, also europäischen genauso wie arabischen oder afrikanischen. Doch wie dir vielleicht schon aufgefallen ist, werden in der medialen Kommunikation z. B. <strong>Schwed*innen eher nicht als mit Migrationshintergrund beschrieben</strong>… Stattdessen gilt der Begriff häufiger Bevölkerungsgruppen, die auch rassistischer Diskriminierung ausgesetzt sind – ohne dass sie immer auch tatsächlich einen Migrationshintergrund haben. Das Wort ist also <strong>nicht ganz unbelastet</strong>.</p>
<h2><a name="#Begriffe_1"></a>Schwarz, weiß, PoC? Diese Begriffe gehen klar</h2>
<p>So, aber was darf ich denn nun sagen und was nicht? Bevor wir uns die verschiedenen Begriffe genauer anschauen, solltest du zwei Dinge wissen:</p>
<ol>
<li>Begriffe wie „Schwarz“ und „Weiß“ beziehen sich nicht konkret auf die Hautfarbe oder ethnische Herkunft einer Person, sondern sind <strong>gesellschaftspolitische bzw. soziale Kategorien</strong>. Es geht also nicht darum, um Farbtöne zu feilschen, auch wenn natürlich mit unterschiedlich heller Haut unterschiedliche Privilegien bzw. Diskriminierungen einhergehen können.</li>
<li>Es gibt einen Unterschied zwischen <strong>Selbst- und Fremdbezeichnungen</strong>. Selbstbezeichnungen sind Begriffe, mit denen sich nichtweiße Menschen selbst definieren. Fremdbezeichnungen sind Begriffe, mit denen sie von anderen Menschen benannt werden – oft haben diese einen kolonialgeschichtlichen, nationalsozialistischen oder schlicht abwertenden Hintergrund.</li>
</ol>
<p>Vielleicht ist dir schonmal die Abkürzung <strong>BIPoC</strong> begegnet, die inzwischen auch in Deutschland oft als Sammelbegriff für nichtweiße Menschen verwendet wird. Lass uns das mal aufschlüsseln:</p>
<ul>
<li><strong>B </strong>steht für Black – auf Deutsch kannst du auch von Schwarzen Menschen sprechen. „Schwarz“ wird oft groß und/oder kursiv geschrieben, um zu verdeutlichen, dass es sich um soziale, nicht zwingend ethnische Kategorien handelt.</li>
<li><strong>I</strong> steht für Indigenous – damit ist vor allem die indigene Bevölkerung der Amerikas und Australiens gemeint. Im deutschsprachigen Raum wird das I daher oft weggelassen.</li>
<li><strong>PoC</strong> steht für Person of Color bzw. im Plural People of Color. Dieser Begriff ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismus erfahren können – aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft etc. Du kannst auf Deutsch auch Personen oder Menschen of Color sagen, aber <strong>nicht</strong> „Farbige*r“, da dieser Begriff negativ konnotiert und kolonialistisch geprägt ist.</li>
</ul>
<h2><a name="#Do-Dont_1"></a>Do- und Don’t-Begriffe im Überblick</h2>
<p>BIPoC, BPoC, PoC, Schwarz und Weiß sind gängige Möglichkeiten, über Menschen mit verschiedenen Hautfarben und ethnischen Hintergründen zu sprechen. Um zu markieren, dass es sich um soziale Kategorien handelt, werden sie oft <strong>groß oder kursiv geschrieben</strong>. Daneben gibt es natürlich noch mehr Begriffe, die klar gehen, überhaupt nicht gehen oder bei denen du dir vielleicht nicht so sicher bist. Deshalb habe ich dir eine kleine Übersicht wichtiger Dos und Don’ts zusammengestellt:</p>
<p>[table id=7 /]</p>
<p>Am letzten Beispiel siehst du schon: Es geht nicht nur darum, Personengruppen respektvoll und richtig zu benennen, sondern auch eingebürgerte Bezeichnungen für Dinge zu hinterfragen, die auf rassistischen Begriffen basieren.</p>
<h2><a name="#Tipps_1"></a>Praxistipps für deine Kommunikation</h2>
<p>Es ist immer gut, eine Liste an Begriffen zur Hand zu haben, die du bedenkenlos nutzen kannst. Bei der Umsetzung tauchen aber oft noch weitere Fragen auf, wie ich auch beim <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/diversity-check/">Diversity Check</a> immer wieder feststelle. Hier also noch ein paar Tipps für die Praxis:</p>
<ul>
<li><strong>Schreibe immer von Menschen.</strong> Substantivierte Adjektive („der Schwarze“) sind zwar kein No-Go, richten die Aufmerksamkeit aber in erster Linie auf das Merkmal und nicht auf die Person. Dieser Tipp gilt in allen Kontexten – für Schwarze Menschen, alte Menschen, Menschen mit Behinderung etc.</li>
<li><strong>Überlege, ob das Merkmal wichtig ist.</strong> Spielt es für deinen Text eine Rolle, dass die Person of Color ist oder willst du nur plakativ darstellen, dass „sogar ne PoC dabei ist“, um dich zu profilieren?</li>
<li><strong>Akzeptiere die Selbstbezeichnungen</strong> und nutze nicht einfach andere, evtl. abwertende Begriffe, nur weil sie dir besser gefallen.</li>
<li>Manche BPoC nutzen Fremdbezeichnungen für sich, sie eignen sie sich an. Das heißt aber nicht, dass du als weiße Person Fremdbezeichnungen nutzen kannst.</li>
<li><strong>Vermeide sogenanntes Othering.</strong> Sprich nach Möglichkeit nicht von „den Anderen“, „Fremden“ oder auch „Fremdenfeindlichkeit“ statt Rassismus.</li>
</ul>
<h2><a name="#Informieren_1"></a>Wo du dich weiter informieren kannst</h2>
<p>Ich hoffe, du konntest von diesen Sprachtipps etwas mitnehmen. <strong>Schreib mir gerne in die Kommentare</strong>, welchem Aspekt Vielfalt wertschätzender Sprache ich mich als nächstes widmen soll!</p>
<p>Ich empfehle dir sehr, dich <strong>noch weiter über Rassismus zu informieren</strong> – bei Expert*innen, die dir das gewiss noch viel besser erklären können als ich. Hier sind einige meiner Quellen, Accounts, denen du folgen kannst, und Ressourcen, die bei mir noch auf der Leseliste stehen:</p>
<h3>Sprache und Rassismus</h3>
<p><strong>Instagram-Kanal @erklärmirmal</strong> u. a. mit Videos zu Rassismus und Begrifflichkeiten:</p>
<p><a href="https://www.instagram.com/erklaermirmal/channel/">https://www.instagram.com/erklaermirmal/channel/</a></p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/tv/CBgmWw4gGS6/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="12">
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<div style="background-color: #f4f4f4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 100px;"></div>
<div style="background-color: #f4f4f4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 60px;"></div>
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<div style="color: #3897f0; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: 550; line-height: 18px;">Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an</div>
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<p>&nbsp;</p>
<p style="margin: 8px 0 0 0; padding: 0 4px;"><a style="color: #000; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none; word-wrap: break-word;" href="https://www.instagram.com/tv/CBgmWw4gGS6/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Diese Woche geht es um die zwei Begriffe BIPoC und weiß, aber auch um Selbst und Fremdbezeichnungen. Mitwirkende Moderation: @cheatfaker Expertin: @reginadjoa Stimme aus dem Team: @naimaamazigh Supervision: @eeeduaaard Schnitt und Untertitel: @mehranourani Recherche und Produktion: @vicko422 @yugodeinesvertrauens</a></p>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;">Ein Beitrag geteilt von <a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px;" href="https://www.instagram.com/erklaermirmal/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener"> erklär mir mal&#8230;</a> (@erklaermirmal) am <time style="font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;" datetime="2020-06-16T20:33:49+00:00">Jun 16, 2020 um 1:33 PDT</time></p>
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</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<p><strong>Dokumentation einer Fachtagung zu Rassismus und Sprache:</strong></p>
<p><a href="https://bilderimkopf.eu/wp-content/uploads/2015/11/Sprache-Macht-Rassismus-5MB.pdf">https://bilderimkopf.eu/wp-content/uploads/2015/11/Sprache-Macht-Rassismus-5MB.pdf</a></p>
<p><strong>Glossar des Neue deutsche Medienmacher e. V.:</strong></p>
<p><a href="https://www.neuemedienmacher.de/wp-content/uploads/2014/11/NdM_Glossar_15_Nov_2014.pdf">https://www.neuemedienmacher.de/wp-content/uploads/2014/11/NdM_Glossar_15_Nov_2014.pdf</a></p>
<p><strong>Zeitschriftausgabe mit Artikeln zu Sprache und Rassismus </strong>vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW:</p>
<p><a href="https://www.ida-nrw.de/fileadmin/user_upload/ueberblick/Ueberblick022019_3.pdf">https://www.ida-nrw.de/fileadmin/user_upload/ueberblick/Ueberblick022019_3.pdf</a></p>
<h3>Rassismus allgemein</h3>
<p>Doku „Afro.Deutsch“:</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/VDVLUqqQEa8" width="951" height="535" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><strong>Blog und Buch „Deutschland Schwarz Weiß“ von Noah Sow:</strong></p>
<p><a href="https://www.noahsow.de/">https://www.noahsow.de/</a> Instagram: <a href="https://www.instagram.com/noahsow/">@noahsow</a></p>
<p><strong>Buch „Exit Racism &#8211; Rassismuskritisch denken lernen“ von Tupoka Ogette:</strong></p>
<p><a href="https://www.tupoka.de/das-buch/">https://www.tupoka.de/das-buch/</a> Instagram: <a href="https://www.instagram.com/tupoka.o/">@tupoka.o</a></p>
<p>Gibt’s auch bei Spotify: <a href="https://open.spotify.com/album/6LLl2tvQel0dJiTLQpTAUE?si=tnV9iXTsSqKF1VqSV3tIzg">https://open.spotify.com/album/6LLl2tvQel0dJiTLQpTAUE?si=tnV9iXTsSqKF1VqSV3tIzg</a></p>
<p><strong>Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen“ von Alice Hasters:</strong></p>
<p><a href="https://www.hanser-literaturverlage.de/autor/alice-hasters/">https://www.hanser-literaturverlage.de/autor/alice-hasters/</a> Instagram: <a href="https://www.instagram.com/alice_haruko/">@alice_haruko</a></p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CBtThyUqfMW/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="12">
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<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p style="margin: 8px 0 0 0; padding: 0 4px;"><a style="color: #000; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none; word-wrap: break-word;" href="https://www.instagram.com/p/CBtThyUqfMW/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Sind Jüdinnen*Juden weiß? ▪️ Hinweis: wir schreiben weiß bewusst kursiv, um zu verdeutlichen, dass es sich um einen politischen Begriff und keine Referenz der Hautfarbe handelt. Es geht um eine mit sozialen, politischen und kulturellen Privilegien verbundene Position. ◾️ Diese Frage ist an sich bereits problematisch, denn sie setzt eine fälschlicherweise angenommene Norm von weiß-gelesenen Jüdinnen*Juden voraus und macht andere jüdische Identitäten somit unsichtbar. ▪️Insbesondere viele weiß-gelesene aschkenasische Jüdinnen*Juden werden oft als „weiß“ oder „europäisch“ bezeichnet, ohne Konzepte wie white-passing, white functioning und conditional whiteness zu berücksichtigen. Bei anderen white-passing BiPoC geschieht dies meistens nicht. ▪️White-passing BiPoC haben white-passing Privilege, welche einen großen Einfluss auf das tägliche Leben haben. Diese Privilegien sind jedoch nicht identisch mit weißem Privileg. ▪️Jüdinnen*Juden werden als solche rassifiziert und machen reale Unterdrückungserfahrungen. Weiß-gelesene Jüdinnen*Juden oder gar Jüdinnen*Juden generell pauschal der Kategorie „weiß“ zuzuordnen, setzt diese auf die Seite ihrer Unterdrücker*innen. ▪️Dies macht es extrem schwierig über Antisemitismus als auch heute real existierende Unterdrückungserfahrung zu sprechen. Das ist nicht nur &#8211; aber insbesondere &#8211; in Deutschland problematisch. ▪️ Zudem verhindert diese Sichtweise wichtige intersektionale Bündnisse und schließt gleichzeitig jüdische Menschen aus aktivistischen Räumen aus, etwa von Safer Spaces für People of Color. ▪️Somit ist die Annahme, dass jüdische Personen einfach weiß sind, nicht nur problematisch, sondern oft kontraproduktiv für intersektionales Engagement gegen Antisemitismus. Dieses sollte auch nicht davon abhängen, ob einzelne Jüdinnen*Juden sich selbst individuell als weiß definieren oder nicht! ▪️Jede jüdische Person hat das Recht auf Selbstdefinition. Wenn wir als Initiative von People of Color sprechen, schließt das für uns auch Jüdinnen*Juden mit ein. #jewish #jewishintersectional #jüdischintersektional #ashkenormativity #feminismus #aktivismus #intersektionalität #bildung #bildungsarbeit #criticalwhiteness #privilegien</a></p>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;">Ein Beitrag geteilt von <a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px;" href="https://www.instagram.com/jewishintersectional/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener"> Jüdisch &amp; Intersektional</a> (@jewishintersectional) am <time style="font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;" datetime="2020-06-21T18:53:20+00:00">Jun 21, 2020 um 11:53 PDT</time></p>
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</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<p><strong>Warum gerade jetzt die Proteste gegen Rassismus so groß sind:</strong></p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/kultur/george-floyd-proteste-weltweite-demonstrationen-gegen-rassismus-warum-jetzt-a-572b2149-6e64-49c7-b12a-b37fa3fb3da7">https://www.spiegel.de/kultur/george-floyd-proteste-weltweite-demonstrationen-gegen-rassismus-warum-jetzt-a-572b2149-6e64-49c7-b12a-b37fa3fb3da7</a></p>
<p><strong>Warum es keine menschlichen Rassen gibt</strong>:</p>
<p><a href="https://www.quarks.de/gesellschaft/darum-ist-die-rassentheorie-schwachsinn/">https://www.quarks.de/gesellschaft/darum-ist-die-rassentheorie-schwachsinn/</a></p>
<h3>Sonstiges</h3>
<p><strong>Wohin du spenden kannst:</strong></p>
<p><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2020/06/03/so-koennt-ihr-euch-mit-spenden-gegen-rassismus-engagieren/">https://www.thisisjanewayne.com/news/2020/06/03/so-koennt-ihr-euch-mit-spenden-gegen-rassismus-engagieren/</a></p>
<p><strong>Migrationsgeschichte in Deutschland:</strong></p>
<p><a href="https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration/252241/deutsche-migrationsgeschichte?p=all">https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration/252241/deutsche-migrationsgeschichte?p=all</a></p>
<p>Noch mehr Empfehlungen auf Lager? Ab in die Kommentare damit!  </p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/hautfarben-ethnische-herkunft/">Das kleine 1&#215;1 Vielfalt wertschätzender Sprache: Hautfarben und ethnische Hintergründe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
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