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	<title>Barrierefreiheit Archive - Lucia C. Rocktäschel</title>
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	<description>Vielfalt wertschätzen,  inklusiv kommunizieren — mehr erreichen!</description>
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	<title>Barrierefreiheit Archive - Lucia C. Rocktäschel</title>
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		<title>Workshops und Seminare barrierearm gestalten: 11 Tipps für Trainer*innen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Oct 2023 15:29:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Diversity-Trainerin gebe ich regelmäßig Workshops und Seminare im Online- oder Präsenzformat. Barrierefreiheit spielt dabei natürlich auch eine Rolle. Zum einen ist mir selbst wichtig, ... </p>
<p class="read-more-container"><a title="Workshops und Seminare barrierearm gestalten: 11 Tipps für Trainer*innen" class="read-more button" href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/seminare-barrierearm/#more-754" aria-label="Mehr Informationen über Workshops und Seminare barrierearm gestalten: 11 Tipps für Trainer*innen">zum Beitrag</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/seminare-barrierearm/">Workshops und Seminare barrierearm gestalten: 11 Tipps für Trainer*innen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/bd86bc5ee0824fe6a9e46137ec4f507b.gif" width="1" height="1" alt=""><br />
Als Diversity-Trainerin gebe ich regelmäßig Workshops und Seminare im Online- oder Präsenzformat. Barrierefreiheit spielt dabei natürlich auch eine Rolle. Zum einen ist mir selbst wichtig, dass meine Angebote möglichst vielen Menschen zugänglich sind. Außerdem bekomme ich immer mal wieder Hinweise und Tipps von Teilnehmenden, die auf verschiedene Barrieren stoßen, wenn sie Weiterbildungen besuchen. Als Einzelperson ist es schwierig, alle Aspekte eines Seminars oder Workshops zu 100 % barrierefrei zu gestalten. Doch wir können als Trainer*innen immer einige Dinge tun, um Barrieren abzubauen und Menschen mit Behinderungen einzuschließen. Hier findest du 11 einfach umsetzbare Tipps für deine Seminare!</p>
<h2>1. Bei der Buchung schon individuelle Bedarfe abfragen</h2>
<p>Gerade bei aufwendigeren oder selteneren Bedarfen spart es Ressourcen, diese nicht standardmäßig zu berücksichtigen, sondern nur auf Nachfrage. Für kleine Unternehmen und Einzelpersonen geht es meist gar nicht anders. Biete bei der Buchung deiner Workshops beispielsweise ein Freifeld an oder nenne <strong>Kontaktdaten, an die Teilnehmende ihre Anforderungen schicken können</strong>. Dann weißt du vorab Bescheid, ob du eine*n Dolmetscher*in, einen Abholservice oder irgendwelche speziellen Utensilien organisieren musst. Außerdem kannst du Unterlagen, Gruppenaufgaben und Raumgestaltung den Bedürfnissen deiner Teilnehmer*innen anpassen. Kommuniziere klar und gut sichtbar, dass Menschen, die auf Barrieren stoßen, dich gerne ansprechen können. Bei mir ist die <strong>Frage nach Barrierefreiheit zum Beispiel im FAQ</strong> <strong>aufgeführt</strong>.</p>
<h2>2. Barrierefreie Seminarräume nutzen und vorhandene Barrieren klar kommunizieren</h2>
<p>Als Dienstleister*in suchst du dir deine Seminarräume für Präsenzveranstaltungen vermutlich selten selbst aus. Falls doch, kannst du darauf achten, <strong>barrierearme Räumlichkeiten zu wählen</strong>. Ansonsten fragst du im Briefinggespräch einfach ab, wie die Gegebenheiten sind. Wichtig und hilfreich sind zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Zugänglichkeit durch ebenerdigen Standort, Rampen oder Fahrstühle</li>
<li>ausreichend breite Türen und genug Platz in den Gängen für Rollstuhlnutzer*innen</li>
<li>barrierefreie Toiletten</li>
<li>verschiedene, bequeme Sitzgelegenheiten</li>
<li>gute Beleuchtung und Akustik</li>
<li>dimmbare Lichtquellen</li>
<li>Beschilderung und Wegbeschreibung vorab</li>
<li>Rückzugsecken oder -räume schaffen</li>
<li>Skills-/Stimming-Kiste mit Fidget-Spinnern, Stimmingtoys, Stressbällen, Anxiety-Ringen etc.</li>
<li>wenn möglich: technische Hilfemittel wie Induktionsschleife für Hörgerätnutzende oder Live-Transkription</li>
</ul>
<p>Die Liste ist nicht vollständig und <strong>nicht alles wirst du immer realisieren können</strong>. Umso hilfreicher ist es, Punkt 1 zu berücksichtigen und individuelle Bedarfe abzufragen. So kannst du dein Möglichstes tun, um den tatsächlich Teilnehmenden Zugang zu deinem Training zu verschaffen. Treten dennoch Barrieren auf, benenne diese klar schon auf der Buchungsseite.</p>
<h2>3. Seminarunterlagen barrierearm gestalten</h2>
<p>Komplett barrierefreie PDFs zum Ausfüllen für Online-Workshops zu gestalten, ist eine Wissenschaft für sich. Doch es gibt auch viele einfachere Wege, Barrieren in Seminarunterlagen abzubauen:</p>
<ol>
<li>Biete deine <strong>Workbooks in verschiedenen Formaten</strong> an: als PDF, Worddatei oder ausgedruckt auf Papier.</li>
<li>Schicke den Teilnehmenden bei Onlineseminaren vorab die digitalen Unterlagen zu – so können sie bei Bedarf ausgedruckt werden.</li>
<li>Halte die Seminarunterlagen <strong>auch für Präsenzworkshops in digitaler Form</strong> bereit, damit sie sehbehinderten Menschen zugänglich sind.</li>
<li>Achte auf ausreichend <strong>große Schrift und hohe Kontraste</strong>. Verwende eine einfache, leicht lesbare und schnörkellose Schriftart.</li>
<li>Nutze <strong>Zwischenüberschriften, Bilder, Grafiken, Tabellen und Listen</strong>, um die Inhalte übersichtlicher und leichter verständlich zu machen.</li>
<li>Versieh die <strong>Bilder mit Alternativtexten</strong> für die Sprachausgabesoftware bei digitalen Materialien. Auch Formularfelder, Textfelder und Checkboxen brauchen eine Auszeichnung, um richtig erkannt zu werden!</li>
<li>Füge <strong>Seitenzahlen und ein Inhaltsverzeichnis</strong> Vertagge das Inhaltsverzeichnis mit den entsprechenden Seiten (Lesezeichenfunktion bei PDFs oder automatisches Inhaltsverzeichnis bei Word).</li>
<li><strong>Erkläre schwierige Begriffe</strong>, zum Beispiel in einem Glossar. Fasse die wichtigsten Lerninhalte in einfacher Sprache zusammen. Alternativ kannst du auch eine <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/leichte-sprache/">Leichte-Sprache-Übersetzung</a> des Workbooks anbieten.</li>
</ol>
<h2>4. (Automatische) Untertitel bei Zoom, Videokonferenztools und Aufzeichnungen nutzen</h2>
<p>Bei Online-Trainings kannst du dir die technischen Möglichkeiten zunutze machen. Viele Videokonferenztools bieten inzwischen die Funktion, <strong>automatische Live-Untertitel auszuspielen</strong>. Dazu zählen beispielsweise Zoom, WebEx, Google Meet und Teams. Die Funktion musst du zum Teil vorab in den Einstellungen aktivieren. Dann können sich Teilnehmende die Untertitel hinzuschalten, wenn sie möchten. Zugleich können die Untertitel auch als Transkript aufgezeichnet und gespeichert werden. Weise zu Beginn deines Seminars darauf hin, dass und wie sich die Untertitel aktivieren lassen.</p>
<p>Zeichnest du den Workshop auf, kannst du danach entweder die <strong>Untertitel aus dem Transkript hinzufügen</strong> oder das Video mit deiner Bearbeitungssoftware untertiteln. Premiere Pro bietet zum Beispiel auch die Möglichkeit automatischer Untertitel. <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/untertitel-erstellen/">Bearbeite die automatisch generierten Untertitel</a> auf jeden Fall nochmal nach. Gerade bei nicht so geläufigen Begriffen oder undeutlicher Sprache stimmen die ausgegebenen Texte manchmal nicht. Im Schnitt kannst du auch <strong>eine Audiodeskription hinzufügen</strong>, falls du im Workshop selbst nicht alle Abläufe oder Bilder mündlich beschrieben hast.</p>
<h2>5. Bei Bedarf: Gebärdensprachdolmetscher*in oder Live-Transkription</h2>
<p>Wenn die Ressourcen dafür vorhanden sind, kannst du für gehörlose oder schwerhörige Teilnehmende eine*n Gebärdensprachdolmetscher*in organisieren. Alternativ gibt es auch <strong>Apps zur Spracherkennung</strong>, die ein Live-Transkript ausgeben. Vielleicht haben die betreffenden Personen die auch auf dem eigenen Smartphone. Ansonsten kümmerst du dich um die Live-Transkription und lässt sie beispielsweise über einen gut einsehbaren Bildschirm laufen.</p>
<h2>6. Präsentation und Bilder beschreiben</h2>
<p>Nicht nur blinde und sehbehinderte Menschen, sondern auch Kurzsichtige und Teilnehmende in den letzten Reihen können vielleicht nicht alles erkennen, was in deiner Präsentation oder auf den Flipcharts zu sehen ist. Beschreibe deshalb Bilder und Grafiken so, wie du auch einen <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/alternativtexte-schreiben/">Alternativtext schreiben</a> würdest. Lies Texte vor, die zum Beispiel für Übungen relevant sind oder deren Inhalt du nicht ohnehin in deinen Vortrag einbaust.</p>
<p>Manchmal empfiehlt es sich, <strong>sehr bildlastige Übungen wegzulassen und Alternativen zu nutzen</strong>. Kürzlich zum Beispiel hatte ich Karten mit Gefühlsmonstern dabei und die Teilnehmenden sollten sich jeweils eine Abbildung aussuchen. Und dann stand ich da und musste 20 Bilder beschreiben. Bezieh also Überlegungen zur Barrierefreiheit schon in der Konzeption deiner Trainings mit ein.</p>
<h2>7. Bei Aktivierungen und Energizern verschiedene körperliche Fähigkeiten berücksichtigen</h2>
<p>Energizer zwischendurch oder als Wiedereinstieg nach der Pause lockern den Workshop auf und <strong>fördern die Konzentration der Teilnehmenden</strong>. Viele dieser Aktivitäten setzen jedoch bestimmte körperliche Fähigkeiten voraus oder sind sogar recht sportlich. Such dir deshalb Übungen aus, die möglichst viele Menschen durchführen können. Überleg dir dazu am besten noch einfachere <strong>Alternativen, die weniger Bewegung erfordern</strong>. Ich habe immer ein paar Varianten im Kopf, sodass ich je nach Gruppenkonstellation die passende auswählen kann.</p>
<p>Du wirst nicht immer erkennen, was deine Teilnehmer*innen können oder mitmachen möchten. Mach also zu Beginn des Workshops deutlich, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn jemand sich an einer Übung nicht beteiligen kann oder möchte. Hier ein paar Beispiele für die Umsetzung:</p>
<ul>
<li><strong>Alternativen anbieten:</strong> „Wer kann, steht gerne einmal auf oder setzt sich aufrecht hin, …“</li>
<li><strong>12 Monate:</strong> „Ihr kennt ja alle die 12 Monate und wisst: Es gibt kurze und lange Monate. Wir sprechen die jetzt einmal durch. Und bei den langen Monaten macht ihr euch lang, also ihr könnt die Arme strecken oder euch groß machen. Bei den kurzen Monaten macht ihr euch klein, also ihr könnt in die Hocke gehen oder einfach Kopf senken, …“ (<a href="https://www.abb-seminare.de/blog/workshop-spiele/">aus: 33 Aktivierungen, abb Seminare</a>)</li>
<li><strong>Check-in ohne Bewegung:</strong> Lass die Teilnehmenden Gefühlskarten oder ein Emoji auswählen oder einfach selbst kurz sagen, wie es ihnen gerade geht.</li>
<li><strong>Zahlenreihe – ohne Bewegung, ohne Bilder:</strong> Die Teilnehmenden sollen gemeinsam zum Beispiel laut bis 20 zählen. Abwechselnd sagt immer eine Person eine Zahl. Sprechen zwei gleichzeitig, muss die Gruppe von vorn beginnen.</li>
</ul>
<h2>8. Verschiedene Sinne und Lerntypen ansprechen</h2>
<p>Ob eine Behinderung zugrunde liegt oder nicht: <strong>Menschen lernen auf unterschiedliche Weise</strong> und bevorzugen verschiedene Sinnesebenen. Visuelle Typen brauchen zum Beispiel viele Bilder, vielleicht auch Videos, und übersichtlich aufbereitetes Material. Auditive Typen bevorzugen mündliche Erklärungen, viele Wiederholungen und ein geräuscharmes Lernumfeld. Kinästhetisch veranlagte Menschen mögen Praxisbeispiele, Ausprobieren, Gruppenarbeiten und spielerisches Lernen. Sprichst du in deinem Training verschiedene Sinne an, können alle Teilnehmenden etwas für sich mitnehmen.</p>
<h2>9. Alternativen für Interaktionen und Übungen anbieten</h2>
<p>Nicht alle Praxisphasen eines Trainings sind für jede*n Teilnehmende*n gleichermaßen zugänglich. Deshalb bietet es sich an, schon in der Konzeption verschiedene Methoden einzuplanen wie:</p>
<ul>
<li>Lehrgespräch</li>
<li>Einzelarbeit</li>
<li>Paararbeit</li>
<li>Gruppenarbeit</li>
<li>kollaborative Tools</li>
</ul>
<p>Manchen Menschen fällt es <strong>schwer, sich mündlich zu beteiligen</strong>. Alternativ kannst du anbieten, Fragen schriftlich zu beantworten oder zu stellen – online zum Beispiel über den Chat. Wer allein nicht gut arbeiten kann oder Unterstützung braucht, kann bei Einzelaufgaben doch mit einer zweiten Person ein Team bilden. Kollaborative Tools wie Mentimeter, AhaSlides oder Kahoot sind sehr praktisch für dein Training, aber <strong>oft nicht barrierefrei</strong>. Hier ist es wichtig, zumindest Alternativen anzubieten. Zum Beispiel können sich die Teilnehmenden zu Paaren zusammenfinden. Oder wer das Tool nicht nutzen kann, sagt die Antwort mündlich, schreibt sie auf oder postet sie in den Chat. Mit ein bisschen Kreativität finden sich leicht Lösungen, die alle einbeziehen.</p>
<h2>10. Pausen und Zeitmanagement individuell anpassen</h2>
<p>Regelmäßige Pausen sind wichtig, um die Konzentration während des Seminars aufrechtzuerhalten. Es ist individuell <strong>sehr unterschiedlich, wie viele und wie lange Pausen Menschen brauchen</strong>. Kommuniziere deinen groben Pausenplan schon zu Beginn des Workshops. Bei Tagestrainings plane ich meistens eine Mittagspause von ca. einer Stunde ein – angepasst an die gewohnten Pausenzeiten der Gruppe. Ansonsten gibt es alle ein bis anderthalb Stunden eine Kaffeepause, die ich meistens spontan an einer passenden Stelle einlege.</p>
<p>Hilfreich ist es auch, <strong>zwischendurch mal zu fragen</strong>: Wer von euch braucht gerade eine kurze Pause? Meldet sich eine Person (oder mehrere), dann wird Pause gemacht. Du kannst zu Beginn des Seminars auch sagen, dass die Teilnehmenden jederzeit auf die Toilette gehen oder sich für einen Moment rausziehen können. Oft ist es ja deutlich zu spüren, wenn die Gruppe eine Pause braucht. Wenn du das nicht so gut spüren kannst, weise darauf hin und bitte die Teilnehmenden, sich bemerkbar zu machen, wenn ein Block zu lange dauert.</p>
<h2>11. Feedback einholen</h2>
<p>Du wirst nie alle Aspekte barrierearmer Seminargestaltung auf dem Schirm haben. Deshalb ist es so wichtig und hilfreich, dir Feedback von deinen Teilnehmenden einzuholen. Manche trauen sich nicht so recht, Barrieren aufzuzeigen, weil sie häufig Ablehnung oder Ignoranz erfahren haben. Weise also ruhig deutlich darauf hin, dass dir Rückmeldungen zur <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/category/barrierefreiheit/">Barrierefreiheit</a> deiner Trainings willkommen sind! Signalisiere, dass du deine Arbeit dahingehend verbessern möchtest. Und ganz wichtig: <strong>Setze das Feedback auch deinen Möglichkeiten entsprechend um</strong>.</p>
<p>Als Einzelunternehmer*innen und freie Trainer*innen haben wir selten die Ressourcen, wirklich alle Aspekte unserer Workshops und Seminare barrierefrei zu gestalten. Wir können jedoch tun, wozu wir in der Lage sind – <strong>und so unsere Angebote allen etwas zugänglicher machen!</strong></p>
<p><em>Schreib gerne in die Kommentare, welchen der 11 Tipps du schon umsetzt und welchen du als nächstes angehen möchtest!</em></p>
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		<title>Untertitel erstellen: So funktioniert’s</title>
		<link>https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/untertitel-erstellen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[tina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2021 12:13:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielleicht bist du schon einmal über meinen Artikel mit fünf Gründen für Untertitel gestolpert. Nun fragst du dich: Wie genau kann ich denn nun gute ... </p>
<p class="read-more-container"><a title="Untertitel erstellen: So funktioniert’s" class="read-more button" href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/untertitel-erstellen/#more-678" aria-label="Mehr Informationen über Untertitel erstellen: So funktioniert’s">zum Beitrag</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/untertitel-erstellen/">Untertitel erstellen: So funktioniert’s</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht bist du schon einmal über meinen Artikel mit <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/warum-untertitel/">fünf Gründen für Untertitel</a> gestolpert. Nun fragst du dich: Wie genau kann ich denn nun gute Untertitel erstellen? Worauf muss ich achten? Wie funktioniert das Einfügen in Videos technisch? Und muss ich wirklich jedes „Ähm“ mit aufschreiben? In diesem Artikel gebe ich dir einen <strong>Überblick zum Thema Untertitel</strong> und zeige dir <strong>einfache Strategien</strong>, die du in deinen Alltag als Content-Ersteller*in problemlos integrieren kannst.</p>
<h2>Closed Captions vs. Open Captions</h2>
<p>Wenn du bei deinem bevorzugten Video-Streaming-Anbieter schon einmal die Untertitel eingeschaltet hast, zum Beispiel um einen Film in Originalsprache zu schauen, ist dir vielleicht die Abkürzung „CC“ aufgefallen. Sie steht für „Closed Captions“. Das bedeutet, die Untertitel zum entsprechenden Video kannst du <strong>flexibel und ganz nach Bedarf an- und ausschalten</strong>. Dem gegenüber stehen Open Captions. Dabei handelt es sich um Untertitel, die <strong>fest mit dem Video verbunden</strong> sind. Sie werden in der Regel schon im Filmschnittprogramm eingefügt und lassen sich nicht mehr entfernen.</p>
<p>Was ist nun besser? Bei Closed Captions ist es den Nutzer*innen überlassen, ob sie die Untertitel nutzen wollen oder nicht. Außerdem hast du die Möglichkeit, <strong>Untertitel in mehreren Sprachen für dasselbe Video </strong>anzugeben. Sie lassen sich meist leicht einfügen und nachträglich bearbeiten. Bei YouTube zum Beispiel ist es den Zuschauer*innen auch möglich, Größe, Schriftfarbe und Hintergrund individuell einzustellen.</p>
<p>Nun ist es aber so, dass viele Social-Media-Plattformen wie Instagram oder TikTok keine (bearbeitbare) Closed-Captions-Funktion haben. Du hast also nicht die Wahl und musst auf Open Captions zurückgreifen. Sie sind <strong>immer zu sehen und können von den Nutzer*innen nicht angepasst werden</strong>. Dafür bist du in der Gestaltung frei und unabhängig von den Möglichkeiten der Plattform. Das Erstellen der Untertitel ist etwas aufwendiger, da du sie nicht nur schreiben, sondern auch richtig platzieren musst. Bei Closed Captions arbeitest du stattdessen mit Timecodes.</p>
<h2>Untertitel schreiben – diese Richtlinien gelten</h2>
<p>Um das Gesagte aus deinem Video in Untertitel umzuwandeln, <strong>musst du es transkribieren</strong>. Das kannst du Bild für Bild und Satz für Satz machen (zum Beispiel bei kurzen, spontanen Videos für Instagram-Storys oder Ähnliches). Oder du schreibst den Text zunächst als Ganzes auf. Das geht zum Beispiel so:</p>
<ul>
<li>Höre dir das Video an und schreibe mit.</li>
<li>Nutze eine automatische Transkriptionssoftware und bearbeite den Text nach.</li>
<li>Gib eine Transkription in Auftrag – oder gleich die gesamte Erstellung der Untertitel.</li>
</ul>
<p>Wichtig ist für die Untertitel, dass du <strong>auch Geräusche und Musik mit beschreibst</strong>. Geräusche werden zwischen zwei Sternchen geschrieben – zum Beispiel: *Katze miaut*. Bei einem bekannten Musiktitel schreibst du Titel und ggf. Interpret*in zwischen zwei Sternchen. Handelt es sich lediglich um Hintergrundmusik, lautet der Untertitel beispielsweise: *ruhige Musik* oder *dramatische Musik*. Bei gesungener Musik schreibst du auch den Liedtext auf. Er wird zwischen zwei kleine Notensymbole gesetzt: ♪ Alle meine Entchen schwimmen auf dem See, schwimmen auf dem See. ♪</p>
<p>Grundsätzlich gilt für das Erstellen von Untertiteln: <strong>Schreibe möglichst genau alles auf, was gesagt wird</strong>. Dazu gehört auch ein gelegentliches „Ähm“, das nichthörenden Menschen deutlich macht, dass die sprechende Person gerade kurz innehält und nachdenkt. Allerdings geht Verständlichkeit vor. Ist also jedes zweite Wort „Äh…“, dann darfst du das Gesagte verkürzen. Auch lange, schwer nachvollziehbare Schachtelsätze kannst du vereinfachen. Dialekte und sonstige charakteristische Eigenheiten in der Sprache solltest du aber beibehalten. Schreibe auch Schimpfwörter aus, um das Gesagte authentisch wiederzugeben – es sei denn, du piepst sie auch im Ton aus.</p>
<hr />
<h3>Lust auf mehr Diversity-Tipps?</h3>
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<hr />
<h2>Die Technik dahinter: Schnell und einfach Untertitel erstellen</h2>
<p>Ist dein Transkript fertig, fügst du die Untertitel nun deinem Video hinzu. Profis nutzen dazu <strong>spezielle Untertitel-Software</strong>. Aber auch ohne besondere Expertise kannst du Untertitel für deine Videos erstellen. Beachte dabei:</p>
<ul>
<li>Deine Untertitel sollten aus <strong>maximal zwei Zeilen</strong> bestehen – in Ausnahmefällen sind drei oder mehr Zeilen möglich, zum Beispiel im Hochformat bei Storys und Instagram-Videos.</li>
<li>Positioniere die Untertitel als <strong>zentrierten Textblock am unteren Bildrand</strong>. Kommen dort im Video andere Texteinblendungen vor, wird der Untertitel vorübergehend nach oben geschoben.</li>
<li>Wähle eine gut <strong>lesbare Schrift ohne Serifen oder Schnörkel</strong> in ausreichender Größe.</li>
<li>Pro Zeile sollte der Untertitel maximal 37 Zeichen enthalten. Die Standzeit richtet sich nach der Länge und muss mindestens eine Sekunde betragen. Als Richtwert gilt eine Standzeit von durchschnittlich <strong>sieben Sekunden</strong>.</li>
</ul>
<p>Nun aber zur Technik: Folgende Tipps richten sich an alle, die keine oder wenig Erfahrung mit Untertiteln und/oder Videoschnitt haben.</p>
<h3>Untertitel für Videos erstellen mit Schnittprogrammen</h3>
<p>Die meisten Schnittprogramme (auch kostenlose) bieten die Möglichkeit, Open Captions einzufügen. Im Menü deines Videoeditors findest du eine <strong>Textfunktion, mit der du direkt auf das Bild schreiben kannst</strong>. Bei professionellen Programmen wie Adobe Premiere Pro kannst du auch Closed Captions erstellen. Schau dir dazu am besten ein Video-Tutorial für das Programm an, das du nutzt. Closed Captions kannst du <strong>als .srt-Datei exportieren</strong> und anschließend auf der Videoplattform hochladen, bei der du dein Video veröffentlichen möchtest.</p>
<p><strong>Tipp:</strong> Bei YouTube hast du auch die Möglichkeit, einfach nur das Transkript deines Videos hochzuladen. Es wird dann automatisch mit dem Video synchronisiert und als Untertitel ausgegeben.</p>
<h3>Untertitel automatisch erstellen: Programme online und offline</h3>
<p>Mittlerweile gibt es verschiedene Apps und Programme, mit denen du Untertitel automatisch erstellen lassen kannst. Wenn du ein Video bei YouTube hochlädst, kannst du die <strong>automatisch generierten Untertitel nachträglich bearbeiten</strong>. Genauso funktioniert es bei Facebook. Die Untertitel für Instagram-Videos (IGTV) kannst du bisher leider nicht bearbeiten.</p>
<p>Am Smartphone lassen sich automatische Untertitel mit Apps wie <strong>Clipomatic fürs iPhone oder AutoCap für Android</strong> erstellen. Du kannst sie nachträglich bearbeiten und in verschiedenen Designs gestalten. Für den Desktop gibt es ebenfalls verschiedene Webanwendungen zur automatischen Untertitelung, die ich bisher aber noch nicht getestet habe. Schreib deine Empfehlungen gerne in die Kommentare!</p>
<h3>Untertitel erstellen lassen</h3>
<p>Wenn du keine Zeit oder Lust hast, Untertitel selbst zu erstellen, kannst du natürlich auch eine*n Expert*in beauftragen. Das ist <strong>die einfachste, aber auch teuerste Variante</strong>. Dein Vorteil: Du brauchst dich um nichts zu kümmern und musst lediglich dein Video einreichen. Dafür erhältst du perfekte Untertitel. Die meisten Dienstleister*innen rechnen pro Minute ab. Auf der Website des Projektes BIK für Alle findest du eine <a href="https://bik-fuer-alle.de/dienstleister-fuer-untertitelung-und-audiodeskription.html">Liste auf Untertitel spezialisierter Expert*innen</a>.</p>
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<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/CR1EP-uM6sP/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Lucia Clara Rocktäschel (@diversity_texterin)</a></p>
</div>
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<h2>Untertitel für Social Media</h2>
<p>In den sozialen Medien ist das Erstellen von Untertiteln oft eine besondere Herausforderung, da entsprechende Funktionen nur eingeschränkt verfügbar sind. Doch gerade kurze Instagram-Storys, TikToks oder Reels schauen viele Nutzer*innen unterwegs, im Wartezimmer oder während der Mittagspause im Büro. Sie müssen also sowohl Menschen mit Hörbehinderung als auch Ohne-Ton-Zuschauenden zugänglich gemacht werden. So funktioniert es je nach Medium:</p>
<ul>
<li><strong>YouTube:</strong> Du hast die Möglichkeit, automatisch generierte Untertitel zu überarbeiten oder eigene Untertitel direkt bei YouTube zu erstellen. Außerdem kannst du eine .srt-Datei hochladen oder ein Transkript automatisch mit dem Video synchronisieren lassen.</li>
<li><strong>Facebook:</strong> Du kannst automatische Untertitel erstellen lassen und bearbeiten oder eine .srt-Datei mit Closed Captions hochladen – auch in mehreren Sprachen.</li>
<li><strong>Instagram:</strong> Bei IGTV-Videos kannst du automatische Untertitel aktivieren, die sich aber nicht bearbeiten lassen. Für Feed-Videos, Storys oder Reels musst du Open Captions verwenden. Diese kannst du beispielsweise mit einer automatischen Untertitel-App generieren.</li>
<li><strong>TikTok:</strong> Du kannst automatische Untertitel aktivieren und bearbeiten oder Open Captions verwenden.</li>
</ul>
<p>Nun weißt du, wie du deinen Video-Content in jeder Lebenslage mit Untertiteln versehen kannst. Mehr Tipps für inklusive Contentgestaltung findest du in meiner <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/category/barrierefreiheit/">Blogkategorie Barrierefreiheit</a>. Hast du noch Fragen, Anregungen oder Tipps zum Thema „Untertitel erstellen“? Dann schreib sie in die Kommentare!</p>
<h2>Quellen und Weiterlesen:</h2>
<p>Untertitelrichtlinien der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender:<br />
<a href="https://www.daserste.de/specials/service/untertitel-standards100.html">https://www.daserste.de/specials/service/untertitel-standards100.html</a></p>
<p>Untertitelrichtlinien für den deutschen Sprachraum:<br />
<a href="http://www.untertitelrichtlinien.de/">www.untertitelrichtlinien.de</a></p>
<p>Einfach erklärte Tipps zu Barrierefreiheit in Social Media:<br />
<a href="https://barrierefreiposten.de/wissen.html">https://barrierefreiposten.de/wissen.html</a></p>
<p><img decoding="async" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/4a6ad42835fa4fcba4381138c8843595.gif" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/untertitel-erstellen/">Untertitel erstellen: So funktioniert’s</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
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		<title>11 Punkte, die du über Leichte Sprache wissen solltest</title>
		<link>https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/leichte-sprache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[tina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2020 15:46:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dies ist ein Gastartikel von Leichte-Sprache-Expertin Andrea Halbritter. Sie gewährt uns einen spannenden Einblick in ihre Arbeit und erklärt, was es mit Leichter und Einfacher ... </p>
<p class="read-more-container"><a title="11 Punkte, die du über Leichte Sprache wissen solltest" class="read-more button" href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/leichte-sprache/#more-608" aria-label="Mehr Informationen über 11 Punkte, die du über Leichte Sprache wissen solltest">zum Beitrag</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/leichte-sprache/">11 Punkte, die du über Leichte Sprache wissen solltest</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dies ist ein <strong>Gastartikel von Leichte-Sprache-Expertin Andrea Halbritter</strong>. Sie gewährt uns einen spannenden Einblick in ihre Arbeit und erklärt, was es mit Leichter und Einfacher Sprache eigentlich auf sich hat. Wenn du Fragen zum Thema an Andrea hast, schreib sie gerne in die Kommentare!</em></p>
<p>Du hast schon immer mal wieder etwas von <strong>Leichter Sprache</strong> gehört, weißt aber nicht, worum es sich dabei genau handelt? In diesem Artikel erfährst du,</p>
<ul>
<li>was Leichte Sprache genau ist;</li>
<li>wann und für wen Leichte Sprache entwickelt wurde;</li>
<li>worin der Unterschied zu Einfacher Sprache besteht;</li>
<li>wie du einen Übersetzer bzw. eine Übersetzerin in Leichte Sprache findest</li>
</ul>
<h2>1. Leichte Sprache ist eine starke Vereinfachung des Deutschen</h2>
<p>Leichte Sprache ist eine starke Vereinfachung des Deutschen. Texte werden so auch für Menschen lesbar und verständlich, die aufgrund einer Einschränkung keinen Zugang zum Standarddeutschen haben. Zur <strong>sprachlichen Vereinfachung</strong> kommt eine optische Gestaltung hinzu, die Lesbarkeit und Textverständnis weiter erleichtert. So müssen Texte in Leichter Sprache beispielsweise illustriert werden und über eine bestimmte Schriftgröße verfügen.</p>
<h2>2. Leichte Sprache ist aus einer Selbstbestimmungsbewegung entstanden</h2>
<p>Leichte Sprache hat sich aus einer <strong>Selbstbestimmungsbewegung </strong>entwickelt, die 1968 in Schweden einsetzte und sich dann rasch in den USA verbreitete. Systematische Kriterien für die Verständlichkeit englischer Texte wurden schon ab den 1920er-Jahren erstellt. In Deutschland arbeitete man ab 1997 im Rahmen des Projekts <em>Wir vertreten uns selbst!</em> an einem Konzept für Leichte Sprache.</p>
<h2>3. Das Regelwerk für Leichte Sprache wurde ab 2006 entwickelt</h2>
<p>Das Regelwerk für Leichte Sprache wurde ab 2006 vom <strong>Netzwerk Leichte Sprache</strong> entwickelt und 2014 vom deutschen Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Form einer Broschüre herausgegeben. Dabei handelt es sich um ein aus der Praxis entstandenes Regelwerk.</p>
<p>Regeln zur Leichten Sprache enthält auch die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetzt (BITV) in ihrer Fassung vom September 2011. Sie bietet die Grundlage für jede <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/barrierefreie-website/">barrierefreie Website</a>.</p>
<p>Seit kurzem werden die vom Netzwerk Leichte Sprache erstellten Regeln durch wissenschaftliche Studien überprüft. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein! Genaueres zur Entstehung der Leichten Sprache erfährst du in meinem Artikel <a href="https://cotelangues.com/de/leichte-sprache-wie-kam-es-zu-ls/">Wie kam es zu Leichter Sprache?</a></p>
<h2>4. Leichte Sprache hat eine breite Nutzergruppe</h2>
<p>Bei der <strong>primären Zielgruppe</strong> Leichter Sprache handelt es sich um Menschen mit einer geistigen Behinderung. Weitere <strong>Nutzergruppen</strong> sind Menschen, die im Zusammenhang mit einer Erkrankung (z. B. Parkinson-Erkrankung, Hirntumor, Alzheimer-Erkrankung) zeitweise oder dauerhaft über reduzierte intellektuelle Fähigkeiten verfügen. Hinzu kommen funktionale Analphabeten und Menschen mit Sprachstörungen (Aphasien). Nützlich sein kann Leichte Sprache auch für prälingual Gehörlose sowie für Migranten mit geringen Deutschkenntnissen.</p>
<h2>5. Leichte Sprache ermöglicht Teilhabe und erhöht die Autonomie</h2>
<p>Leichte Sprache hilft Menschen, die vorübergehend oder dauerhaft nicht in der Lage sind, sich mithilfe von standardsprachlichen Texten Informationen zu beschaffen. Texte, die auf Standarddeutsch verfasst sind, halten für die in Punkt 4 erwähnten Menschen in der Regel große Sprachbarrieren bereit. Durch Leichte Sprache können diese Barrieren überwunden werden, sodass <strong>Teilhabe </strong>stattfinden kann. Mit Leichter Sprache kann sich (fast) jeder <strong>selbstständig</strong> informieren, auch Menschen mit einer mittelgradigen geistigen Behinderung.</p>
<h2>6. Leichte Sprache muss nicht schön sein</h2>
<p>Viele Menschen lehnen Leichte-Sprache-Texte ab, weil sie sie nicht als „schön“ empfinden. Das Ziel Leichter Sprache ist es jedoch nicht, ästhetisch zu sein. Wichtig ist, dass sie für die Zielgruppe <strong>verständlich</strong> ist. Wie Menschen, die nicht zur primären Zielgruppe oder zu anderen Nutzergruppen gehören, Leichte Sprache empfinden, ist nicht relevant. Schließlich wurde Leichte Sprache auch nicht für sie gemacht.</p>
<h2>7. Leichte Sprache verzichtet auf bestimmte Strukturen</h2>
<p>Dass Leichte Sprache von Menschen, die des Standarddeutschen mächtig sind, als unschön empfunden wird, liegt unter anderem daran, dass sie auf bestimmte <strong>Strukturen</strong> verzichtet. Hierzu gehören zum Beispiel Passivkonstruktionen und Genitive. Welche Strukturen in Leichter und übrigens auch in Einfacher Sprache noch tabu sein sollten, erfährst du in meinem Artikel <a href="https://cotelangues.com/de/5-strukturen-die-in-leichter-sprache-nichts-verloren-haben/">5 Strukturen, die in Leichter Sprache nichts verloren haben.</a></p>
<h2>8. Die Inhalte werden in Leichte-Sprache-Texten reduziert</h2>
<p>Leichte Sprache greift in die Struktur der Sätze ein und verwendet nur <a href="https://cotelangues.com/de/leichte-sprache-wie-erkennt-man-leichte-woerter/">leichte Wörter.</a> Mit diesem Konzept geht jedoch auch eine <strong>Reduzierung der Inhalte</strong> einher. Dies hat folgende Gründe: Die Hauptzielgruppe Leichter Sprache benötigt wesentlich mehr Erklärungen als andere Leser. Zusammenhänge müssen zum Beispiel explizit erläutert und manchmal muss auch die Aussprache von Wörtern angegeben werden. Überträgt man einen Text in Standarddeutsch komplett in Leichte Sprache, ist daher, was die Textlänge betrifft, in der Regel mit einem Faktor 5 oder 6 zu rechnen. Übersetzt man zehn Seiten in Leichte Sprache, wäre man ohne eine inhaltliche Reduktion bei 50 oder 60 Seiten, was für viele Nutzergruppen (sicher nicht für alle!) zu einer Überforderung führen würde. Heißt: Leichte Sprache muss sich auf das Wesentliche beschränken.</p>
<p>Solltest du die Übersetzung eines Textes in Leichte Sprache in Auftrag geben, klärst du daher am besten vorab mit deinem Übersetzer bzw. deiner Übersetzerin ab, was für dich wichtig ist und was weggelassen werden kann.</p>
<h2>9. Der Begriff <em>Leichte Sprache</em> ist nicht geschützt</h2>
<p>Selbst wenn es für Leichte Sprache Regeln gibt und derzeit auch eine DIN-Norm erarbeitet wird, ist der Begriff <em>Leichte Sprache</em> <strong>nicht geschützt.</strong> Viele Texte, die von sich behaupten, in Leichter Sprache verfasst zu sein, sind nicht unbedingt leicht verständlich. Oft enthalten sie Sätze, die zu lang sind, oder Konstruktionen, die von der Hauptzielgruppe nicht verstanden werden. Oft werden Einfache und Leichte Sprache auch verwechselt.</p>
<h2>10. Gute Übersetzer für Leichte Sprache sind selten</h2>
<p>Einen <strong>Übersetzer oder Texter für Leichte Sprache</strong> zu finden, der dir wirklich barrierefreie Texte liefert, kann durchaus „tricky“ sein. Achten solltest du bei der Auswahl zum Beispiel auf seine Ausbildung und auf sein Spezialgebiet. <a href="https://cotelangues.com/de/partei-uebersetzer-leichte-sprache-auswaehlen/">Weitere Tipps, wie du zu hochwertigen Leichte-Sprache-Texten kommst, findest du hier.</a></p>
<h2>11. Leichte Sprache ist leichter verständlich als Einfache Sprache</h2>
<p>Leichte Sprache ist die am besten verständliche Form des Deutschen. Sie ist einfacher als Einfache Sprache. Im Gegensatz zu Leichter Sprache gibt es für <strong>Einfache Sprache</strong> kein genau festgelegtes Regelwerk. Sie existiert in unterschiedlichen Stufen der Vereinfachung und passt sich der jeweiligen Zielgruppe an. Mehr über die Unterschiede zwischen Einfacher und Leichter Sprache erfährst du in meinem Artikel <a href="https://cotelangues.com/de/was-ist-der-unterschied-zwischen-einfacher-sprache-und-leichter-sprache/">Was ist der Unterschied zwischen Leichter und Einfacher Sprache?</a></p>
<h2>Beispiele für Leichte Sprache</h2>
<p>Du möchtest sehen, wie Leichte Sprache aussehen kann? Hier sind ein paar Beispiele:</p>
<ul>
<li><strong>Standarddeutsch: </strong>Nächste Woche wird der Heimbeirat gewählt.</li>
<li><strong>Leichte Sprache:</strong> Wir wählen nächste Woche den Heim-Beirat.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Standarddeutsch: </strong>Peters Schwester ist nicht gesund.</li>
<li><strong>Leichte Sprache: </strong>Die Schwester von Peter ist krank.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Standarddeutsch: </strong>Die Antragsfrist endet am 01.01.2021.</li>
<li><strong>Leichte Sprache: </strong>Schicken Sie uns Ihren Antrag.<br />
Dafür haben Sie bis zum 1. Januar 2021 Zeit.<br />
Danach ist es zu spät.</li>
</ul>
<p>(Zusätzlich müsste noch erläutert werden, wie der Antrag geschickt werden soll: per E-Mail, per Post, an welche Adresse &#8230;)</p>
<p>Lust auf mehr Leichte Sprache? Auf meiner Website findest du sogar ein <a href="https://cotelangues.com/de/uebersetzung-gedichte-leichte-sprache/">Gedicht in Leichter Sprache.</a></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-1231 alignleft" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/Andrea-Halbritter-2-275x300.jpg" alt="Porträt von Andrea Halbritter" width="275" height="300" /></p>
<p><a href="https://cotelangues.com/de/uebersetzung-redaktion-web-korrektorat-deutsch/"><strong>Andrea Halbritter</strong></a> ist Texterin und Übersetzerin für Leichte sowie für stark vereinfachte Einfache Sprache. Mit der Verständlichkeit von Texten beschäftigt sie sich bereits seit ihres Germanistikstudiums an der Universität Augsburg in den 1990er-Jahren. Vom Netzwerk Leichte Sprache ist sie seit 2009 zertifiziert und fertigt überwiegend Texte für Politiker, Museen und Gedenkstätten an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/leichte-sprache/">11 Punkte, die du über Leichte Sprache wissen solltest</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
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		<title>5 Gründe, warum du für deine Webvideos Untertitel erstellen solltest</title>
		<link>https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/warum-untertitel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[tina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Dec 2019 15:09:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dev.lucia-clara-rocktaeschel.de/warum-untertitel/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ob auf YouTube, Facebook oder Instagram TV – Videos nehmen immer mehr Raum ein in unserem Online- und Social-Media-Marketing. Damit sie auch gehörlosen und schwerhörigen ... </p>
<p class="read-more-container"><a title="5 Gründe, warum du für deine Webvideos Untertitel erstellen solltest" class="read-more button" href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/warum-untertitel/#more-515" aria-label="Mehr Informationen über 5 Gründe, warum du für deine Webvideos Untertitel erstellen solltest">zum Beitrag</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/warum-untertitel/">5 Gründe, warum du für deine Webvideos Untertitel erstellen solltest</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/27e863e15a914eb69c83fc07ab8508da.gif" alt="" width="1" height="1" /><br />
Ob auf YouTube, Facebook oder Instagram TV – Videos nehmen immer mehr Raum ein in unserem Online- und Social-Media-Marketing. Damit sie auch<strong> gehörlosen und schwerhörigen Menschen zugänglich </strong>sind, solltest du sie mit Untertiteln versehen. Barrierefreiheit ist zwar der wichtigste, aber nur ein Grund, aus dem nicht nur Filmemacher*innen und Fernsehsender, sondern auch immer mehr Unternehmen Untertitel erstellen lassen. In diesem Artikel zeige ich dir fünf Gründe, aus denen Untertitel bei Webvideos besonders wichtig sind. Der ein oder andere wird dich vielleicht überraschen…</p>
<h2>1. Für Barrierefreiheit sind Untertitel unerlässlich</h2>
<p>Barrierefreiheit ist womöglich der erste Grund für Untertitel, der dir einfällt. Wie eingangs schon gesagt: Gehörlose und schwerhörige Menschen erhalten erst durch Untertitel Zugriff auf den gesamten Inhalt deines Videos (sofern es Sprechanteile hat). Den <strong>über 13 Millionen schwerhörigen Menschen</strong> <strong>in Deutschland</strong> helfen Untertitel, deinen Videos besser zu folgen. Verstehen sie einzelne Worte nicht, können sie diese bequem nachlesen. Davon profitieren auch Menschen mit einer <strong>Lernbehinderung oder Konzentrationsschwierigkeiten</strong>.</p>
<p>Die von der EU verabschiedeten <strong>Web Content Accessibility Guidelines</strong> (WCAG) regeln die <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/barrierefreie-website/">Barrierefreiheit von Inhalten im Internet</a>. Ihnen zufolge sollen alle Videos, die auch Audio enthalten, untertitelt werden. Podcast-Episoden oder tonlose Videos kannst du stattdessen transkribieren.</p>
<h2>2. Untertitel helfen bei Sprachbarrieren</h2>
<p>Schaust du dir fremdsprachige Filme im Kino gerne in Originalfassung mit Untertiteln (OmU) an? Oder schaltest du bei Netflix die Untertitel ein, obwohl du eigentlich ganz gut Englisch kannst? Dann verstehst du sicher, dass untertitelte Videos auch<strong> für Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist</strong>, hilfreich sind. So verstehen sie das Gesprochene oft besser und können Wörter nachschlagen, die sie noch nicht kennen. Übersetzt du deine Untertitel in verschiedene Sprachen, kannst du dein Video zudem <strong>für internationale Zielgruppen nutzen</strong> – ohne es aufwendig synchronisieren zu müssen.</p>
<h2>3. Mobile Nutzung wird mit Untertiteln komfortabler</h2>
<p>Immer mehr Menschen schauen YouTube-Videos oder Insta-Storys <strong>auf dem Handy</strong> – auch unterwegs. Das kennst du vielleicht. In der Bahn oder im Wartezimmer schaltest du den Ton natürlich aus. Oder <strong>die Umgebung ist zu laut</strong>, um mit Kopfhörern alles zu verstehen. In solchen Fällen sind Untertitel eine Wohltat auch für hörende Menschen und Muttersprachler*innen.</p>
<p>Zudem starten zum Beispiel Facebook-Videos oft automatisch. Möchtest du weiterschauen, musst du erst den kleinen durchgestrichenen Lautsprecher anklicken, damit der Ton eingeschaltet wird.<br />
Wenn du für deine Videos Untertitel erstellst, <strong>erfahren deine Nutzer*innen auch dann, worum es geht</strong>. Das animiert sie eher dazu, <strong>das Video komplett anzusehen</strong>.</p>
<hr />
<h3>Du willst mehr Infos über Barrierefreiheit und Diversity im Web?</h3>
<p>Melde dich jetzt für meinen <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/newsletter/">Newsletter</a> an und erhalte als Dankeschön das „Gendern leicht gemacht“-Workbook für Selbstlernende. Ich informiere dich regelmäßig über neue Blogartikel, Diversity-News und Angebote. Trag dich hier ein:</p>

<p>(Du kannst den Newsletter natürlich jederzeit wieder abbestellen.)</p>
<hr />
<h2>4. Untertitel kompensieren die kürzere Aufmerksamkeitsspanne</h2>
<p>Die Aufmerksamkeitsspanne von Internetnutzer*innen sinkt stetig – nach einer Studie von Microsoft <strong>von 12 Sekunden im Jahr 2000 auf 8 Sekunden im Jahr 2015</strong>. Hören wir das Gesprochene in einem Video nur, driften wir mit den Gedanken schnell ab. Zusätzliche Untertitel helfen, <strong>sich besser auf den Inhalt zu konzentrieren</strong>. Auch eine Transkription kann hilfreich sein. Manche Menschen können Texte, andere Videos aufmerksamer konsumieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-874 size-full aligncenter" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/5-Gruende-fuer-Untertitel-Pinterest.png" alt="5 Gründe für Untertitel" width="536" height="804" /></p>
<h2>5. Untertitel machen deine Videos für Google auffindbar</h2>
<p>Videos mit Untertiteln erzielen <strong>ein höheres Engagement und eine längere Verweildauer</strong> – unter anderem aus den oben genannten Gründen. Zudem indexieren Suchmaschinen automatische und selbst erstellte Untertitel. So werden deine Videos <strong>bei Google besser gefunden</strong>. Untertitel machen deinen Content also auch nach SEO-Kriterien erfolgreicher.</p>
<h2>So kannst du für deine Videos Untertitel erstellen</h2>
<p>Die Untertitel für YouTube und Facebook-Videos kannst du automatisch erstellen lassen. <strong>Die Qualität wird immer besser</strong>, aber Fehler können natürlich trotzdem passieren – vor allem, wenn jemand undeutlich spricht oder die Umgebungsgeräusche zu laut sind. Wenn du kannst, nimm dir also lieber die Zeit, selbst Untertitel zu erstellen. Das ist genauer und <strong>wirkt auch persönlicher</strong>. Du kannst entweder die automatisch generierten Untertitel bearbeiten oder neue schreiben. Ich verlinke dir mal eine <a href="https://support.google.com/youtube/answer/2734796?hl=de">Anleitung für YouTube</a> und eine <a href="https://allfacebook.de/video/video-subtitel">Anleitung für Facebook</a>.</p>
<p>Bei Instagram kannst du Untertitel bisher <strong>nicht separat eingeben</strong>. Wenn du also ein Video für Instagram TV oder deinen Feed erstellen möchtest, musst du die Untertitel <strong>schon im Schnitt hinzufügen</strong>. Inzwischen gibt es für IGTV aber auch die Möglichkeit, automatische Untertitel zu aktivieren. Diese kannst du jedoch nicht bearbeiten.</p>
<p>Storys werden dagegen meist spontan aufgenommen und nicht geschnitten. Eine Funktion für automatische Untertitel wird aktuell ausgerollt. Sie ist aber noch nicht für alle verfügbar. Du kannst deine Storys aber auch anders untertiteln:</p>
<ul>
<li>Du <strong>fügst die Untertitel direkt beim Hochladen deiner Story ein</strong>, indem du die Schreibfunktion von Instagram nutzt. Da das Video beim Bearbeiten ja in Dauerschleife läuft, geht das ganz einfach. Du kannst deine Storys natürlich auch mit einer App automatisch transkribieren lassen.</li>
<li>Wenn du wenig Zeit hast, <strong>schreibe eine Kurzzusammenfassung</strong> des Gesagten. So wissen deine Zuschauer*innen auch ohne Ton, worum es gerade geht. Sie können dann entscheiden, ob sie den Ton einschalten wollen. Schwerhörigen und gehörlosen Menschen enthältst du so allerdings einen Teil der Informationen.</li>
<li>Nutze die App <a href="https://apps.apple.com/de/app/clipomatic-text-auf-video/id1263032315">Clipomatic</a> (leider nur für iOS erhältlich). Sie <strong>erstellt automatisch Untertitel</strong> für deine Storys, die du auch bearbeiten kannst. Du hast die Wahl zwischen verschiedenen Schriftarten und Designs, beispielsweise einer Sprechblase oder farbig hinterlegtem Text.</li>
</ul>
<p>Für das Erstellen von Untertiteln gibt es <a href="http://untertitelrichtlinien.de/">spezielle Richtlinien</a>, an denen du dich orientieren kannst. Sie wurden unter anderem vom Deutschen Gehörlosenbund und Deutschen Schwerhörigenbund erstellt.</p>
<h3>Wofür entscheidest du dich?</h3>
<p>Verrate mir in den Kommentaren: Nutzt du bereits Untertitel für deine Social-Media-Videos? Oder hat dich einer der fünf Gründe dazu angeregt, in Zukunft welche zu verwenden? Ich freue mich wie immer über eine wertschätzende Diskussion!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/warum-untertitel/">5 Gründe, warum du für deine Webvideos Untertitel erstellen solltest</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
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		<title>7 einfach umsetzbare Tipps für eine barrierefreie Website</title>
		<link>https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/barrierefreie-website/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[tina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2019 14:57:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dev.lucia-clara-rocktaeschel.de/barrierefreie-website/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hast du dich schonmal gefragt, wie eine blinde Person Blogartikel liest? Oder wie ein gehörloser Mensch Videos schaut? Barrierefreie Websites machen es möglich! Die Umsetzung ... </p>
<p class="read-more-container"><a title="7 einfach umsetzbare Tipps für eine barrierefreie Website" class="read-more button" href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/barrierefreie-website/#more-501" aria-label="Mehr Informationen über 7 einfach umsetzbare Tipps für eine barrierefreie Website">zum Beitrag</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/barrierefreie-website/">7 einfach umsetzbare Tipps für eine barrierefreie Website</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/e2ce894c3ac5458a821d3722a82a0b62.gif" alt="" width="1" height="1" /><br />
Hast du dich schonmal gefragt, wie eine blinde Person Blogartikel liest? Oder wie ein gehörloser Mensch Videos schaut? Barrierefreie Websites machen es möglich! Die Umsetzung beginnt natürlich schon beim Webdesign. Aber auch im redaktionellen Alltag kannst du deine Website oder deinen Blog <strong>mit einfachen Mitteln zugänglicher machen</strong>. Ich zeige dir 7 Wege, die wirklich jede*r umsetzen kann!</p>
<p>Wie genau Websites barrierefrei zu gestalten sind, regeln die <strong>BITV</strong> (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung) und die von der EU verabschiedeten <strong>Web Content Accessibility Guidelines </strong>(WCAG). Verpflichtend gelten diese bislang nur für Behörden und Verwaltungen. Aber auch Unternehmen müssen ihren Arbeitnehmer*innen beispielsweise ein <strong>barrierefreies Intranet</strong> zur Verfügung stellen. Nur so erfüllen sie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Warum auch du eine barrierefreie Website haben solltest? Weil in Deutschland <strong>7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen</strong> leben – das sind 9,4 % der Bevölkerung! (Stand: 2017, Statistisches Bundesamt) Auf dieses Potenzial an Besucher*innen und Leser*innen willst du doch nicht verzichten, oder?</p>
<p>Los geht’s also mit Tipps, für die du <strong>kein ganzes Regelwerk</strong> durchzuarbeiten brauchst:</p>
<h2>1. Wähle ein barrierefreies WordPress-Theme</h2>
<p>Wenn du deine Website zum Beispiel mit WordPress selbst erstellst, kannst du ein barrierefreies Theme verwenden. Klicke einfach im Dashboard unter dem Reiter „Design“ auf „Themes“ und dann auf „Hinzufügen“. Dort kannst du deine Suche „nach Funktion filtern“. Setze einfach ein Häkchen bei <strong>„für Barrierefreiheit geeignet“ </strong>und dir werden nur Themes angezeigt, die grundsätzlich für Menschen mit Behinderungen zugänglich sind.</p>
<p>Mit einem solchen Theme ist deine Website <strong>nicht automatisch barrierefrei</strong>. Beachtest du die übrigen Tipps in diesem Artikel nicht und nutzt beispielsweise keine Alternativtexte für deine Bilder, sind deine Inhalte nicht für alle zugänglich. Lässt du deine Website vom Profi erstellen, bitte ihn*sie einfach darum, explizit auf Barrierefreiheit zu achten. Es gibt auch Expert*innen, die sich <strong>auf barrierefreies Webdesign spezialisiert </strong>haben. Sie können dir besonders gut weiterhelfen.</p>
<h2>2. Gestalte deine Texte barrierefrei – mit großer Schrift und klarer Überschriftenstruktur</h2>
<p>Eine Website mit barrierefreien Texten – geht das so einfach? Es kommt drauf an. Menschen mit Lernbehinderungen und Verständnisschwierigkeiten profitieren von Texten, die <strong>in einfacher oder leichter Sprache </strong>geschrieben sind. Aber auch, wenn du diese stark vereinfachte Form der deutschen Sprache nicht beherrschst, kannst du versuchen, so verständlich wie möglich zu schreiben. <strong>Verzichte auf Fremdwörter</strong>, lange und komplizierte Sätze. Das macht deine Texte für alle leichter und entspannter lesbar.</p>
<p>Auch sehbeeinträchtigte Besucher*innen deiner Website sind auf eine barrierefreie Textgestaltung angewiesen. Nutze eine <strong>kontrastreiche Schriftfarbe und eine große Schriftgröße</strong>. Das entlastet auch die Augen der vielen kurzsichtigen Leser*innen, zu denen auch ich gehöre. Blinde Menschen bewegen sich oft <strong>mit einem Screenreader durch das Internet</strong>. Diese Software liest ihnen alle Texte vor. Sie weist auch auf Links oder Bilder hin und gibt die entsprechenden Alternativtexte in Sprache aus. Wie deine Augen kann ein Screenreader <strong>einen Text überfliegen</strong> – anhand der Überschriften. Die müssen dazu aber auch <strong>als Überschriften formatiert</strong> sein und nicht einfach als Fettzeile.</p>
<p>Wenn du dich ein bisschen mit HTML auskennst, weißt du, dass es auf einer Website meist <strong>eine H1 (Hauptüberschrift)</strong> und <strong>mehrere Zwischenüberschriften (H2 bis H6)</strong> gibt. Im Editor von WordPress und den meisten anderen Editoren heißen sie Überschrift 1, 2 usw. Auf jeder Seite steht genau eine Überschrift 1. Diese kannst du durch H2s untergliedern. Die H2s kannst du wiederum mit H3s weiter unterteilen usw. Dabei solltest du <strong>keine Überschrift überspringen</strong> oder durch eine Fettzeile ersetzen, nur weil es besser aussieht. Übrigens: Auch <strong>Google berücksichtigt die Überschriftenstruktur</strong> beim Ranking. Ein weiterer Faktor also für eine barrierefreie Website.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>3. Alternativtexte machen deine Website barrierefrei und erfreuen Google</h2>
<p>Grafiken und Bilder sind für sehbeeinträchtigte Menschen nicht oder nur eingeschränkt sichtbar. Auch Suchmaschinen können den Inhalt von Bildern <strong>bislang nicht erfassen</strong>. Deshalb brauchen Mensch und Maschine Alternativtexte. Eingeführt wurde das sogenannte Alt-Attribut übrigens, als noch nicht alle Browser Bilder darstellen konnten und die Ladezeiten mitunter ziemlich lang waren. Damals konnte <strong>jede*r auf einen Alternativtext angewiesen</strong> sein. Und auch heute werden Bilder bei schlechtem Internetempfang (zum Beispiel am Handy) nicht geladen. Stattdessen taucht der Alt-Text auf.</p>
<p>Wie du treffende Alternativtexte schreibst, habe ich dir schon <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/alternativtexte-schreiben/">in einem weiteren Blogartikel</a> aufgeschrieben. Dort findest du auch Anleitungen, wie du Alternativtexte im HTML-Code, auf WordPress oder in den sozialen Medien hinterlegst. Das ist <strong>denkbar einfach</strong>, dauert nur eine zusätzliche Minute und hilft vielen Menschen, deine sorgfältig erstellten oder recherchierten Fotos und Grafiken zu erfassen.</p>
<h2>4. Nutze Untertitel in deinen Videos und Storys</h2>
<p>Wenn du Videos auf deiner Website hast, solltest du auch diese barrierefrei gestalten. Untertitel helfen Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen, deine Videos zu verfolgen. Wenn du bedenkst, dass <strong>über 13 Millionen Menschen in Deutschland schwerhörig</strong> sind, lohnt sich der Aufwand! Und auch von Untertiteln profitieren alle deine Zuschauer*innen:</p>
<ul>
<li><strong>Sprachbarrieren</strong>: Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, verstehen Videos mit Untertiteln besser.</li>
<li><strong>Mobile Nutzung:</strong> Immer mehr Menschen schauen Videos zum Beispiel in der Bahn oder im Wartezimmer. Dabei schalten viele den Ton aus oder befinden sich in einer lauten Umgebung. Zudem starten Facebook-Videos oder Instagram-Storys mit Ton oft automatisch. Dank Untertiteln erfahren Nutzer*innen auch in solchen Situationen, worum es geht.</li>
<li><strong>Aufmerksamkeit:</strong> Internetnutzende haben eine immer kürzer werdende Aufmerksamkeitsspanne. Untertitel helfen ihnen, sich besser auf den Inhalt deines Videos zu konzentrieren.</li>
<li><strong>SEO:</strong> Videos mit Untertiteln erzielen ein höheres Engagement und eine längere Verweildauer. Zudem indexiert Google selbst erstellte Untertitel. Untertitel machen dein Video also auch nach Kriterien der Suchmaschinenoptimierung erfolgreicher.</li>
</ul>
<h2>5. Ein Glossar verhilft zu einer barrierefreieren Website – auch ohne leichte Sprache</h2>
<p>Wie schon erwähnt, hilft einfache oder <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/leichte-sprache/">leichte Sprache</a> Menschen mit Lernbehinderungen und Verständnisschwierigkeiten sowie Nichtmuttersprachler*innen, Inhalte besser zu verstehen. Du kannst natürlich eine*n Dienstleister*in damit beauftragen, <strong>deine Texte in leichte Sprache zu übersetzen</strong>. Alternativ bietet es sich an, <strong>ein Glossar zu erstellen</strong>. Darin führst du alle schwer verständlichen oder Fachbegriffe zu deinem Thema auf. Taucht so ein Begriff auf deiner Website auf, setzt du einfach einen Link zum entsprechenden Glossareintrag. Ich nutze dafür das Plugin <a href="https://codecanyon.net/item/wp-glossary-encyclopedia-lexicon-knowledge-base-wiki-dictionary/16101768?irgwc=1&amp;clickid=y93QHDVPQxyJRT1wUx0Mo3EzUknwbWV1C1KdXI0&amp;iradid=275988&amp;irpid=1270075&amp;iradtype=ONLINE_TRACKING_LINK&amp;irmptype=mediapartner&amp;mp_value1=&amp;utm_campaign=af_impact_radius_1270075&amp;utm_medium=affiliate&amp;utm_source=impact_radius">Glossary</a>. Damit ist es auch möglich, die Erklärungen beim Hovern über einen Begriff <strong>direkt als Sprechblase einzublenden</strong>.</p>
<h2>6. Stelle deinen Content in verschiedenen Formaten zur Verfügung</h2>
<p>Du willst die Inhalte auf deiner Website nicht nur barrierefrei, sondern auch ansprechend gestalten? Dann mach sie doch <strong>für verschiedene Sinne zugänglich</strong>! Transkribiere deine Videos oder Podcasts und mache Blogartikel daraus. So machst du sie auch für Suchmaschinen indexierbar und sparst dir eine neue Blogidee. Und wem es schwerfällt, Untertitel zu verfolgen, kann deinen Content einfach nachlesen.</p>
<p>Natürlich funktioniert das auch umgekehrt. <strong>Vertone deine Texte!</strong> So lernen deine Leser*innen auch mal deine Stimme kennen. Und die hört sich mit Sicherheit etwas schöner an als die Maschinenstimme des Screenreaders.   Auch verständlicher wird manch komplexes Thema, wenn du es <strong>in eigenen Worten erklärst</strong> oder mit einem Video und <strong>animierten Grafiken</strong> vereinfachst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-844 size-large" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/barrierefreie-Website-Pinterest-683x1024.png" alt="7 Tipps für eine barrierefreie Website" width="683" height="1024" /></p>
<h2>7. Bonus-Tipp: So gestaltest du deine Social-Media-Kanäle barrierefrei</h2>
<p>Eine barrierefreie Website ist schön und gut. Viel Kommunikation und Marketing spielen sich aber auch in den sozialen Medien ab. Deshalb verrate ich dir als kleinen Bonus noch ein paar Tipps für deine Social-Media-Kanäle:</p>
<ul>
<li><strong>Alternativtexte:</strong> Vor allem auf Instagram und Pinterest, aber auch auf Facebook, Twitter oder LinkedIn postest du regelmäßig Bilder. Auch die benötigen natürlich Alternativtexte. Denn selbst bildlastige Netzwerke dienen vor allem der Kommunikation und dem Austausch mit Freund*innen und anderen Nutzer*innen. Aber viele wissen gar nicht, dass und wie sie ihren Bildern Alternativtexte hinzufügen können. Anleitungen findest du im <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/alternativtexte-schreiben/">Alternativtexte-Blogartikel</a>.</li>
<li><strong>Untertitel:</strong> Storys, Facebook-Videos, YouTube-Clips – Video-Content ist aus den sozialen Medien nicht wegzudenken. Deshalb solltest du immer Untertitel verwenden. Ein hilfreiches Tool für Instagram ist die iOS-App <a href="https://apps.apple.com/de/app/clipomatic-text-auf-video/id1263032315">Clipomatic</a>, die aus deinem Sprechen automatisch Untertitel macht.</li>
<li><strong>Zusammenfassungen:</strong> Bei Storys oder Carousel-Postings mit textlastigen Schriftgrafiken ist es manchmal wirklich nervig, ausführliche Untertitel und Alternativtexte zu verfassen. Damit deine Follower*innen mit Sinnesbeeinträchtigung trotzdem wissen, worum es geht, schreibst du einfach eine kleine Zusammenfassung deines Posts. Die kannst du als separate Story hochladen oder in die Bildbeschreibung einfügen.</li>
</ul>
<p>Na, kanntest du einige meiner Tipps schon? Oder fallen dir noch weitere ein?  Schau dir gerne auch meine allgemeinen <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/website-vielfalt-wertschaetzend-gestalten/">Tipps für eine Vielfalt wertschätzend gestaltete Website</a> an. <strong>Teile diesen Artikel jetzt</strong> <strong>mit deinem Netzwerk</strong>, wenn du glaubst, dass wir mehr barrierefreie Websites brauchen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/barrierefreie-website/">7 einfach umsetzbare Tipps für eine barrierefreie Website</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Gute Alternativtexte schreiben: So geht’s</title>
		<link>https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/alternativtexte-schreiben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[tina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Feb 2019 13:10:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativtext]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dev.lucia-clara-rocktaeschel.de/alternativtexte-schreiben/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor Kurzem habe ich meinen Follower_innen auf Facebook und Instagram gezeigt, wie sie dort Alternativtexte hinzufügen können. Diese Texte helfen Menschen mit einer Sehbehinderung, deine ... </p>
<p class="read-more-container"><a title="Gute Alternativtexte schreiben: So geht’s" class="read-more button" href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/alternativtexte-schreiben/#more-442" aria-label="Mehr Informationen über Gute Alternativtexte schreiben: So geht’s">zum Beitrag</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/alternativtexte-schreiben/">Gute Alternativtexte schreiben: So geht’s</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg06.met.vgwort.de/na/a958d981865e4ba48462c911d5c7db1b" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Vor Kurzem habe ich meinen Follower_innen auf Facebook und Instagram gezeigt, wie sie dort Alternativtexte hinzufügen können. Diese Texte helfen <strong>Menschen mit einer Sehbehinderung</strong>, deine Bilder inhaltlich zu erfassen. Außerdem sind sie aus SEO-Perspektive nützlich, damit deine Inhalte <strong>online gefunden werden</strong>. Doch wie kannst du gute Alternativtexte schreiben? In diesem Artikel zeige ich dir, was Alternativtexte bringen, wie du sie deinen Bildern hinzufügst und wie du sie am besten formulierst.</p>
<p><strong>Inhalt:</strong></p>
<ul>
<li><a href="#Was bringen Alternativtexte?">Was bringen Alternativtexte?</a></li>
<li><a href="#Die Technik: Wie du deine Bilder mit Alternativtexten versiehst">Die Technik: Wie du deine Bilder mit Alternativtexten versiehst</a></li>
<li><a href="#Wie du Alternativtexte schreibst, die jede*r versteht">Wie du Alternativtexte schreibst, die jede*r versteht</a></li>
<li><a href="#Checkliste">Checkliste: Alternativtexte schreiben leicht gemacht</a></li>
<li><a href="#Quellen">Quellen zum Weiterlesen</a></li>
</ul>
<h2 id="Was bringen Alternativtexte?">Was bringen Alternativtexte?</h2>
<p>Warum du überhaupt Alternativtexte für deine Bilder schreiben solltest? Es gibt zwei Gründe: Der wichtigere ist, dass du deine Bilder mit Alternativtexten auch sehbeeinträchtigen Menschen zugänglich machst. Zusätzlich sind Alternativtexte hilfreich für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) deiner Website.</p>
<p>Hast du dich schon mal gefragt, ob blinde Menschen Instagram nutzen? Überraschung: Natürlich tun sie es! Deshalb hat Instagram 2018 auch die Option eingeführt, Postings mit Alternativtexten zu versehen. Das Alt-Attribut als Teil des HTML-Codes von Websites gibt es aber schon viel länger. Zu Beginn der Existenz des Internets konnten noch nicht alle Browser Bilder überhaupt darstellen. Manche Grafiken haben auch heute noch sehr lange Ladezeiten. Oder sie laden gar nicht, weil die Nutzerin diese Funktion in ihrem Browser ausgestellt hat. Deshalb gibt es Alternativtexte, die bei Bedarf anstelle der Bilder über deren Inhalt informieren.</p>
<p>Viele Menschen mit einer Sehbehinderung nutzen einen Screenreader. Das ist eine Software, die ihnen die Inhalte von Websites vorliest. Manche verwenden zur Ausgabe auch eine Braillezeile – sie lesen die Inhalte also in Blindenschrift. Aber Bilder kann ein Screenreader nicht auslesen. Ebenso geht es übrigens Google! Deshalb helfen Alternativtexte nicht nur Menschen, sondern auch Suchmaschinen, deine Bilder zu verstehen. Du schlägst also <strong>zwei Fliegen mit einer Klappe</strong>, wenn du treffende Alternativtexte verfasst!</p>
<p>Übrigens: Die <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bitv_2_0/BJNR184300011.html">Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung</a> (BITV 2.0)<strong> schreibt Alternativtexte sogar vor</strong>. In der Anforderung 1.1 heißt es: „Für jeden Nicht-Text-Inhalt, der dem Nutzer oder der Nutzerin präsentiert wird, ist eine Text-Alternative bereitzustellen, die den Zweck dieses Inhalts erfüllt.“</p>
<h2 id="Die Technik: Wie du deine Bilder mit Alternativtexten versiehst">Die Technik: Wie du deine Bilder mit Alternativtexten versiehst</h2>
<p>Bevor ich dir zeige, wie du sinnvolle Alternativtexte schreibst, musst du natürlich wissen, wie du sie deinen Bildern hinzufügst. Exemplarisch gebe ich dir jeweils eine Anleitung für WordPress, Instagram, Facebook und LinkedIn.</p>
<h3>WordPress</h3>
<p>WordPress ist eines der meistgenutzten Content-Management-Systeme (CMS). Dort kannst du  deine Bilder ganz einfach mit Alternativtexten versehen und deine <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/barrierefreie-website/">Website so etwas barrierefreier machen</a>:</p>
<ul>
<li>Öffne den Beitrag oder die Seite, der du ein Bild hinzufügen möchtest. Klicke auf <strong>Datei hinzufügen</strong>.</li>
<li>Lade ein Bild hoch oder wähle eines aus der Mediathek aus und klicke es an.</li>
<li>Auf der rechten Seite öffnet sich ein Fenster mit mehreren Bearbeitungsmöglichkeiten – darunter ist auch ein <strong>Eingabefeld für den Alternativtext</strong>. Schreibe deinen Text hinein, bearbeite die übrigen Felder und klicke auf <strong>In den Beitrag einfügen</strong>.</li>
</ul>
<h3>HTML</h3>
<p>Nutzt du ein anderes CMS, kannst du den Alternativtext auch einfach <strong>als HTML-Code</strong> hinzufügen. Das geht so:</p>
<p>&lt;img src=&#8220;logo.jpg&#8220; alt=&#8220;Logo LCR&#8220; /&gt;</p>
<p>Das <strong>Alt-Attribut</strong> alt=&#8220;&#8220; bietet zwischen den Anführungszeichen Platz für deinen Text.</p>
<h3>Instagram</h3>
<p>Bei Instagram kannst du deine Fotos entweder <strong>direkt beim Hochladen</strong> mit einem Alternativtext versehen oder diesen <strong>später hinzufügen</strong>. Letzteres ist sinnvoll, wenn du deine Bilder über eine andere App wie beispielsweise Planoly hochlädst, die keine Alt-Text-Funktion bereitstellt. Außerdem hast du die Möglichkeit, all deine älteren Bilder nachträglich barrierefrei zu machen.</p>
<p>So fügst du Alternativtexte <strong>direkt beim Hochladen</strong> deiner Bilder hinzu:</p>
<ul>
<li>Lade dein Bild ganz normal hoch und bearbeite es, bis du zu dem Fenster gelangst, in das du die Bildunterschrift eingeben kannst.⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀</li>
<li>Tippe auf <strong>Erweiterte Einstellungen</strong>. Unter der Überschrift <strong>Zugänglichkeit</strong> steht <strong>Alternativtext eingeben</strong>. Tippe darauf. ⠀</li>
<li>Gib deinen Alternativtext ein und tippe auf <strong>Speichern</strong>.</li>
</ul>
<p>So versiehst du deine Bilder <strong>nachträglich</strong> mit einem Alternativtext:</p>
<ul>
<li>Wähle ein Bild aus deinem Feed aus und tippe auf die <strong>drei Punkte oben rechts</strong>. Tippe dann auf <strong>Bearbeiten</strong>.</li>
<li>Der Bearbeitungsmodus öffnet sich. Tippe auf <strong>Alternativtext bearbeiten</strong> (innerhalb des Bildes unten rechts).⠀⠀⠀⠀</li>
<li>Gib deinen Alternativtext ein und tippe auf das Häkchen.</li>
</ul>
<p><strong>Tipp:</strong> Wenn ich auf Instagram Carousel-Postings mache, also mehrere textlastige Slides, dann kopiere ich mir den Text von den Slides in eine Notizapp und ergänze sie eventuell um Bild- oder Grafikbeschreibungen. So brauche ich sie beim Posten bloß noch in das richtige Feld zu kopieren.</p>
<h3>Facebook</h3>
<p>Wenn du ein Bild bei Facebook hochlädst, erhält es einen <strong>automatisch generierten Alternativtext</strong>. Diesen kannst du aber nachträglich mit einer eigenen, präziseren Beschreibung ersetzen. Direkt beim Hochladen klickst du einfach auf den kleinen Pinsel, der erscheint, wenn du die Maus über das Bild bewegst. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dem du den Alternativtext bearbeiten kannst. Bei bereits hochgeladenen Fotos gehst du so vor:</p>
<ul>
<li>Wähle ein Bild aus deinem Feed aus und klicke unten rechts auf <strong>Optionen</strong>. In dem Dialogfenster, das dann erscheint, wählst du <strong>Alternativtext ändern</strong>.</li>
<li>Du siehst nun den automatisch generierten Alternativtext. Klicke auf <strong>Erstellten Alternativtext überschreiben.</strong></li>
<li>Gib deinen Alternativtext ein und klicke auf <strong>Speichern</strong>.</li>
</ul>
<p><strong>Wichtig:</strong> Wenn du deine Beiträge von anderen Apps wie z. B. Instagram aus auf Facebook crosspostest, wird der Alternativtext nicht übernommen! Du musst also doch noch einmal zu Facebook und den Alternativtext dort hinzufügen.</p>
<h3>LinkedIn</h3>
<p>Auf LinkedIn Alternativtexte für Fotos und Grafiken zu erstellen, ist einfach: Du lädst dein Bild hoch und unten links erscheint die Schaltfläche „Alternativtext hinzufügen“. Da klickst du drauf und kannst eine 120 Zeichen lange Beschreibung eingeben. Speichern und fertig!</p>
<h2 id="Wie du Alternativtexte schreibst, die jede*r versteht">Wie du Alternativtexte schreibst, die alle verstehen</h2>
<p>Alternativtexte haben zwei Aufgaben: Sie beschreiben <strong>die Funktion </strong>und<strong> den Inhalt</strong> von Bildern oder Grafiken. So können blinde Menschen sie identifizieren und mit den textlichen Inhalten der Website in Zusammenhang bringen. Bilder und Grafiken können <strong>dekorativ</strong>, <strong>funktional </strong>oder <strong>informativ</strong> sein. Eine weitere Gruppe sind <strong>Schriftgrafiken</strong>. Hier ist die Wahl des passenden Alternativtexts einfach: Du übernimmst genau den Text, der in der Grafik zu sehen ist. Einleitend schreibst du dazu, wie der Text aussieht – also z. B. „Schwarze Schrift auf weißem Hintergrund: &#8230;“</p>
<p>Außerdem gibt es komplexe Grafiken wie Diagramme sowie Image Maps und Bildergruppen. Das sind Sonderfälle, auf die ich in diesem Artikel nicht näher eingehen werde. Am Ende findest du aber einige Empfehlungen zum Weiterlesen, falls du tiefer in die Thematik einsteigen willst.</p>
<h3>Dekorative Bilder</h3>
<p>Bei Bildern und Grafiken, die nur der Dekoration dienen und dem Text inhaltlich nichts hinzufügen, wird oft empfohlen, das Feld für den <strong>Alternativtext leer zu lassen</strong>. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn neben einem Link noch ein kleines Icon zu sehen ist. Oder es handelt sich um eine abstrakte Grafik, die du als Illustration auf deiner Website verwendest. Oft ist es aber gar nicht so einfach, zu entscheiden, ob ein Bild rein dekorativ und für die sehbeeinträchtigte Leserin unwichtig ist. Dazu gibt es natürlich auch unterschiedliche Meinungen. Wenn du unsicher bist, verfasse einfach eine kurze, identifizierende Beschreibung. Danach kannst du gern noch eine genauere Beschreibung anfügen – wer sich für diese nicht interessiert, kann sie ja auch einfach überspringen. Beachte, dass die wichtigste Information ganz am Anfang stehen sollte.</p>
<p><strong>Beispiel</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-427 size-large" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/Abstrakte-Grafik-1024x576.png" alt="Abstrakte Grafik aus Dreiecken in  verschiedenen Blau-, Grün-, Orange- und Gelbtönen" width="740" height="416" /></p>
<p><strong>Alternativtext:</strong> Abstrakte Grafik <strong>oder</strong> Abstrakte Grafik aus Dreiecken in  verschiedenen Blau-, Grün-, Orange- und Gelbtönen</p>
<h3>Funktionale Bilder</h3>
<p>Eine Grafik ist funktional, wenn sie gleichzeitig <strong>ein Link oder eine Schaltfläche</strong> ist. Mit einem Klick auf mein Logo gelangst du beispielsweise auf die Startseite meiner Website. Diese Funktion des Logos sollte sichtbar gemacht werden. Dass es sich um einen Link handelt, erkennt der Screenreader. Aber nicht, wohin er führt. Du schreibst also als Alternativtext das Linkziel: „Startseite Firmenname“. Bei mir steht: „Startseite LCR“. Ist dein Logo nicht verlinkt, lautet der Text „Logo Firmenname“ – in meinem Fall „Logo LCR“. Wenn du einen Button hast, zum Beispiel für die Suche mit einer kleinen Lupe, lautet der Alternativtext am besten „Suche starten“. Auch hier kannst du optional eine genauere Beschreibung ergänzen.</p>
<p><strong>Beispiel</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-431 size-large" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/Suche-Button-1024x149.png" alt="Screenshot eines Suchfeldes mit dem Button „Suche“" width="740" height="108" /></p>
<p><strong>Alternativtext:</strong> Suche starten</p>
<h3>Informative Bilder</h3>
<p>Informative Bilder <strong>fügen deinem Text Informationen hinzu</strong>, die Leser:innen ohne das Bild nicht erfassen könnten. Wie ausführlich du die Alternativtexte für solche Bilder gestalten musst, hängt immer vom Kontext und vom Zweck des Bildes ab. Informationen, die du schon im Text oder in der Bildunterschrift gibst, brauchst du nicht noch einmal in den Alternativtext aufzunehmen. Beschreibe die wichtigsten Bildbestandteile <strong>so kurz wie möglich, aber so ausführlich wie nötig</strong>. Hier sind ein paar Beispiele:</p>
<figure id="attachment_272" aria-describedby="caption-attachment-272" style="width: 582px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-272" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_8973x1mail.jpg" alt="Porträt von Lucia Clara Rocktäschel. Sie schaut lächelnd nach rechts aus dem Fenster. Sie trägt einen schwarzen Pullover mit aufgestickten Perlen und ihre pink-blauen Haare offen." width="592" height="448" /><figcaption id="caption-attachment-272" class="wp-caption-text">Foto: Carolin Mattke</figcaption></figure>
<p><strong>Alternativtext:</strong> Porträt von Lucia Clara Rocktäschel. Sie schaut lächelnd nach rechts aus dem Fenster. Sie trägt einen schwarzen Pullover mit aufgestickten Perlen und ihre pink-blauen Haare offen.</p>
<p><strong>Erklärung:</strong> Bei einem Porträtfoto schreibst du in den Alternativtext den Vor- und Nachnamen der abgebildeten Person. Weitere Details musst du nicht zwingend benennen, es sei denn du möchtest sie besonders hervorheben. Bei einem Foto von mir könnten das die pinken Haare sein. Manche Screenreader-Nutzer*innen fordern aber auch eine vollständige Beschreibung aller Bildinformationen. Je nach Kontext kannst du die Bildunterschrift für weitere Informationen nutzen. Geht es zum Beispiel um Frisuren, könnte die Bildunterschrift lauten: „Bunte Haarfarben wie Pink sind gerade voll im Trend“. Schreibst du einen Artikel über die abgebildete Person, könnte in der Bildunterschrift etwas über ihren Beruf oder ihre Vorliebe für ausgefallene Haarfarben stehen.</p>
<figure id="attachment_424" aria-describedby="caption-attachment-424" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-424 size-large" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/Arbeit-1024x690.jpg" alt="Lucia Clara Rocktäschel liegt auf dem Sofa in ihrem Büro und arbeitet am Laptop. Neben dem Sofa steht ein goldgestrichener Beistelltisch mit Zimmerpflanzen." width="740" height="499" /><figcaption id="caption-attachment-424" class="wp-caption-text">Foto: Carolin Mattke</figcaption></figure>
<p><strong>Alternativtext:</strong> Lucia Clara Rocktäschel liegt auf dem Sofa in ihrem Büro und arbeitet am Laptop. Neben dem Sofa steht ein goldgestrichener Beistelltisch mit Zimmerpflanzen.</p>
<p><strong>Erklärung:</strong> Ein Bild von einer Person, die eine Handlung ausführt, braucht einen etwas ausführlicheren Alternativtext. Beschreibe kurz, was die Person tut. Du kannst auch erwähnen, in welcher Umgebung sie sich befindet. Wie immer hängt es vom Kontext ab, in dem das Bild steht. Geht es im dazugehörigen Artikeln darum, wie positiv sich Pflanzen auf den Arbeitsalltag auswirken, müsstest du die Grünpflanze links im Bild auch im Alternativtext in den Fokus rücken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-423 size-large" src="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/wp-content/uploads/2024/03/Birnen-1024x654.jpg" alt="Drei rote Birnen sind auf einem Stück Holz aufgereiht." width="740" height="473" /></p>
<p><strong>Alternativtext (1):</strong> Drei rote Birnen sind auf einem Stück Holz aufgereiht.</p>
<p><strong>Alternativtext (2):</strong> Drei rote Birnen der Sorte Birnina sind auf einem Stück Holz aufgereiht.</p>
<p><strong>Erklärung:</strong> Auch hier kommt es wieder auf den Kontext an. Geht es um gesunde Ernährung und Obst, reicht (1) aus. Handelt es sich aber um ein Produktfoto für die Birnensorte Birnina, ist (2) die richtige Wahl. Birnen können verschiedene Farben haben. Deshalb ist es sinnvoll, im Alternativtext anzugeben, dass diese Birnen rot sind.</p>
<h3 id="Checkliste">Checkliste: Alternativtexte schreiben leicht gemacht</h3>
<p>Jetzt weißt du, welche Alternativtexte sich für verschiedene Bildarten eignen. Zum Schluss gebe ich dir noch ein paar Regeln mit auf den Weg, die du beachten solltest, wenn du Alternativtexte schreibst. Sie basieren auf Empfehlungen der Web Accessibility Initiative (WAI) und der am Ende dieses Artikels aufgeführten Quellen.</p>
<ul>
<li><strong>Länge:</strong> Alternativtexte sind idealerweise maximal 80 bis 100 Zeichen lang – sie bestehen also aus ein bis zwei Sätzen. Je kürzer desto besser, aber: Am wichtigsten ist, dass deine Alternativtexte gut verständlich sind und sie Inhalt und Funktion des Bildes korrekt wiedergeben. Mittlerweile sind aber auch sehr ausführliche Alternativtexte gängig, die mehrere Sätze lang sind – je nach Komplexität des Bildes.</li>
<li><strong>Kontext:</strong> Achte immer auf den Kontext, in dem das Bild steht. Was ist das Thema des Beitrags, den das Bild illustriert? Mit welchem Ziel setzt du das Bild ein? Welche Informationen stehen im Text und in der Bildunterschrift? Die Antworten auf diese Fragen helfen dir, den passenden Alternativtext zu finden.</li>
<li><strong>Dopplungen vermeiden:</strong> Screenreader sagen den Nutzer*innen, dass es sich um eine Grafik handelt, und erkennen auch Verlinkungen. Du brauchst deine Alternativtexte also nicht zu beginnen mit „Dieses Bild zeigt, …“ oder „Dieses Bild ist ein Link.“</li>
<li><strong>Objektivität:</strong> Halte deine Alternativtexte so objektiv wie möglich. Deine persönliche Meinung oder Interpretation des Bildes gehört nicht in den Alternativtext. Drückt das Bild offensichtlich eine bestimmte Emotion aus oder soll diese erzeugen, darfst du das allerdings erwähnen.</li>
<li><strong>Feedback einholen:</strong> Wie du am besten herausfindest, ob dein Alternativtext verständlich geschrieben ist? Lies ihn einer Person vor, die das dazugehörige Bild noch nicht gesehen hat. Kann sie sich vorstellen, was auf dem Bild zu sehen ist? Wenn ja, hast du deine Arbeit gut gemacht. Wenn nicht, musst du nochmal ran.</li>
</ul>
<p>Hat dir dieser Guide geholfen? Lass mir gern dein Feedback in den Kommentaren da!</p>
<h3 id="Quellen">Quellen zum Weiterlesen:</h3>
<p><a href="http://www.barrierefreies-webdesign.de/knowhow/textalternative/pdf/Gestaltung-von-Alternativtexten-Kitza.pdf">Masterarbeit von Sarah Sophie Kitza zur Gestaltung von Alternativtexten</a><br />
<a href="https://www.tu-chemnitz.de/urz/www/bf/alt.html">Leitfaden der TU Chemnitz</a><br />
Buch: &#8222;Barrierefreiheit verstehen und umsetzen&#8220; von Jan Eric Hellbusch und Kerstin Probiesch.<br />
Website und Workshops von <a href="https://barrierefreiposten.de/barrierefreiPosten.html">barrierefreiposten.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/alternativtexte-schreiben/">Gute Alternativtexte schreiben: So geht’s</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de">Lucia C. Rocktäschel</a>.</p>
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